Nach SpVg-Aus im Finale  Großer Umbruch bei den B-Juniorinnen

| | 20.06.2023 15:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
So werden die Auricher B-Juniorinnen nie wieder zusammenspielen. Sechs Spielerinnen bleiben, elf Neue kommen hinzu.Foto: Helmut Vortanz
So werden die Auricher B-Juniorinnen nie wieder zusammenspielen. Sechs Spielerinnen bleiben, elf Neue kommen hinzu.Foto: Helmut Vortanz
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Nur noch sechs Spielerinnen aus dem Finalkader spielen auch nächste Saison für Aurich in der Bundesliga – so will der Verein die Qualität im Kader hoch halten.

Aurich - Die Enttäuschung über das verlorene Finale gegen Bayer Leverkusen hat bei den Auricher B-Juniorinnen nicht lange angehalten. Während der Heimfahrt feierten die Mädchen im Bus ihre märchenhafte Saison in der Bundesliga – die Tränen waren getrocknet.

„Es ging richtig lustig zu“, berichtet Trainer Stefan Wilts. Bis zum Abschlussfest am 30. Juni ist die Mannschaft noch zusammen, dann trennen sich die Wege. Sechs Spielerinnen werden auch in der kommenden Bundesliga-Saison für Aurich auflaufen, fünf von ihnen standen beim Finale in der Startelf. Torhüterin Paula Blum, Kapitänin Marie Okoroh, Miriam Voß, Paula Vasquez, Sophia Schalke, Sina Brühl und Vivien Koch werden das Gerüst bilden.

Trainer Stefan Wilts ist zufrieden mit den Neuzugängen

Viele Spielerinnen verlassen dagegen den Verein verlassen und suchen ihre Chance im Frauenfußball. Dafür kehren einige in ihre Heimat zurück. Topstürmerin Ann-Carolin Hoffmann könnte den ganz großen Sprung schaffen. Sie ist beim Frauen-Bundesligisten SV Meppen im Gespräch und war auch schon für ein Probetraining vor Ort. Und dann gibt es Fußballerinnen, wie Elisabeth Steiner, Emma Schurwonn und Lara Frisch, die sich der ersten Frauenmannschaft der Sportvereinigung anschließen.

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Das Trainerteam um Wilts steht nun vor der schweren Aufgabe, nach der Sommerpause eine qualitativ gleichwertige Mannschaft zusammenzustellen. Doch die SpVg-Verantwortlichen haben vor der sechsten Saison in der höchsten Spielklasse die Hausaufgaben erledigt. Schon jetzt hat der Verein elf neue Spielerinnen verpflichtet – hilfreich bei den Gesprächen waren sicherlich der Erfolg in der abgelaufenen Saison sowie das Betreuungskonzept des Vereins für die Mädchen. Wilts ist auf jeden Fall zufrieden. „Die Qualität der Mannschaft wird ähnlich sein.“ Auffallend ist, dass die Auricher vornehmlich sehr junge Spielerinnen zur Sportvereinigung gelockt haben. Die meisten Neuzugänge sind 14 oder 15 Jahre jung, Marie Ernst vom SV Ahlerstedt ist sogar erst 13. In ihrem Fall haben die Eltern laut Wilts keine Bedenken gehabt, denn Schwester Hanna hatte in den vergangenen zwei Jahren gute Erfahrungen in den SpVg-WG´s gemacht.

Zwei Stellen für die Defensive sind noch frei

Mit Celina Peters, Torhüterin Denise Venekamp und Sanna Albring wechseln gleich drei Spielerinnen vom SV Meppen nach Aurich. Die meisten Neuzugänge spielen in ihren Landesauswahl-Mannschaften, Sanna Albring und Nele Hartstein, die in der vergangenen Saison in der Bundesliga-Staffel West/Südwest spielte, wurden sogar schon zu Lehrgängen der National-Mannschaft eingeladen.

Wenn die neue Saison im September startet, ist auch eine waschechte Ostfriesin mit dabei. Jule Manott stößt aus der U15-Mannschaft der SpVg in den Kader. Zwei Stellen sind noch frei, Wilts fahndet noch nach geeigneten Defensivspielerinnen. Das kann der SpVg-Trainer noch bis Ende des Monats machen, danach endet die Transferphase. Momentan kümmert er sich darum, die Neulinge auf die vier verschiedenen Wohngemeinschaften im Stadtgebiet zu verteilen. „Die Zeit drückt ein wenig“, sagt er.

Zeit für das Training bleibt aber noch. Beim ersten Training nach dem aufregenden Finale in Bergisch Gladbach trugen alle Auricher Spielerinnen ein originales Trikot der Nationalmannschaft – ein Geschenk vom Deutschen Fußball-Bund. „Außerdem haben die Mädchen noch einen Hoodie bekommen, auf dem die Finalpaarung abgebildet ist“, sagt Wilts. Neben den Trinkbechern und anderen Utensilien des Verbandes gab es direkt nach dem Finale schicke Silbermedaillen für alle Beteiligten. Stefan Wilts hat sein Erinnerungsstück an eine glorreiche Saison gleich in die Küche gehängt. „Da ist sie immer gut sichtbar.“