Lübtheen  Das Feuer auf dem Truppenübungsplatz Lübtheen gilt als gelöscht

Sascha Nitsche
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Von Sascha Nitsche
| 15.06.2023 10:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Lage beim Waldbrand in Lübtheen entspannt sich weiter. Das Feuer gilt formal als gelöscht. Foto: Volker Bohlmann
Die Lage beim Waldbrand in Lübtheen entspannt sich weiter. Das Feuer gilt formal als gelöscht. Foto: Volker Bohlmann
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Gute Nachrichten für die Menschen rund um Lübtheen. Das Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ist so weit unter Kontrolle, dass die nachsorgenden Maßnahmen langsam in Angriff genommen werden. Derweil findet zur Unterstützung dessen am Abend auch noch ein „Regentanz“ bei der Feuerwehr statt.

In der Nacht wurde die Lage rund um den Brand auf dem munitionsverseuchten Truppenübungsplatz Lübtheen noch einmal ganz genau sondiert. Jetzt ist klar: „Um 12 Uhr werden wir den Katastrophenalarm für die Region hier aufheben.“ Das verkündete Stefan Sternberg, Landrat von Ludwigslust-Parchim, am Donnerstagmorgen auf der letzten Pressekonferenz zu dem Feuer, das sich um 100 Hektar erstreckte und über Tage hinweg insgesamt tausende Einsatzkräfte und Unterstützer in Atem hielt.

„Wir gehen davon aus, dass es kein offenes Feuer mehr gibt. Formal gilt der Brand deswegen als gelöscht“, erzählte Stefan Sternberg weiter, bevor Wolfgang Krause von der Kreiswehrführung ergänzte: „Maßnahmen laufen aber noch weiter.“ Demnach würden Schneisen noch immer bewässert werden. 125 Kräfte sind auch hierfür rund um Lübtheen noch im Einsatz, ebenso wie landwirtschaftliche Unternehmen, mit ihren Anhängern, mit denen sie sonst die Gülle aufs Feld bringen.

Stefan Sternberg resümierte auf der abschließenden Konferenz, dass man von den 1000 Hektar Brandfläche im Jahr 2019 dieses Mal auf 100 Hektar geblieben ist. Er betont damit, dass die Maßnahmen, die nach der Katastrophe vor vier Jahren getroffen wurden, gegriffen haben. Es werde aber auch noch nachjustiert. Auf jeden Fall sollen auch die Depots wieder aufgefüllt werden, wie der Landrat noch hervorhob, bevor er sich nicht nehmen ließ, zu sagen: „Wir sind stolz auf alle, die uns hier unterstützt und Hilfe angeboten haben.“

Die gesamte Kreiswehrführung pflichtet ihm hier bei und freut sich deswegen schon auf den Donnerstagabend in Lübtheen. Kurzerhand ist für diesen ab 19 Uhr eine Feier für alle Einsatzkräfte und Helfer rund um das Feuerwehrgerätehaus der Stadt geplant. „Wir nennen es Regentanz“, sagte Stefan Sternberg mit Blick auf die immer noch währende Trockenheit und dem Wissen darum, dass nur Regen, dem Feuer bei Lübtheen komplett den gar aus machen kann.

Solange das nicht der Fall ist, verweist der Landrat noch einmal ausdrücklich auf das generelle und strikte Betretungsverbot der Wälder. Die Polizei werde hier bei Missachtung rigoros vorgehen.

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