Fußball-Pokalfinale  Westerende geht gegen Favoriten unter

| | 11.06.2023 18:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Viele Fans aus Westerende waren zum Endspiel nach Riepe gekommen. Fotos: Wilfried Gronewold
Viele Fans aus Westerende waren zum Endspiel nach Riepe gekommen. Fotos: Wilfried Gronewold
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TuS verliert das Kreispokalfinale mit 0:9 gegen BW Borssum. Eine halbe Stunde hielten die Auricher gut mit.

Riepe – Zeitweise hatte es so ausgesehen, als könnte der TuS Westerende im Finale um den Sparkassen-Pokal gegen den haushohen Favoriten und Bezirksliga-Aufsteiger BW Borssum bestehen. Nach dem etwas unglücklichen 0:2-Pausenrückstand brachen in der zweiten Halbzeit alle Dämme und Westerende ging mit 0:9 unter. Während die Emder den Pokalsieg und damit das Double feierten, musste TuS-Trainer Klaus Hoofdmann eine Runde am Mittelkreis drehen, um seine Spieler zu trösten, die enttäuscht auf dem Boden hockten. Hoofdmann selbst war nach der Klatsche sehr gefasst, bei ihm überwog schon wieder der Stolz auf das Erreichte. „Wir haben eine tolle Pokalsaison gespielt, das Finale war ein Erlebnis für uns“, sagte Hoofdmann.

Eigentlich war alles angerichtet für eine Pokalsensation: Traumhaftes Wetter und eine große Unterstützung aus Westerende. Viele Anhänger waren mit dem Fahrrad samt Vereinskleidung zum Finalort nach Riepe gefahren. Dort wurden auch die anderen Endspiele um den Sparkassen-Pokal der Männer ausgespielt.

Guter Beginn des Underdogs

Da das Spiel zwischen Frisia Emden und dem TSV Lammertsfehn ging in die Verlängerung, deshalb mussten die Spieler aus Borssum und Westerende lange in der sengenden Hitze warten, ehe das „große“ Finale angepfiffen werden konnte. So hatte TuS-Vereinschef Claus Dirks immerhin noch Zeit, um reichlich Klatschpappe in den Westerender Block zu bringen. In den ersten zwanzig Minuten des Spiels war zunächst nicht ersichtlich, welche Mannschaft in der kommenden Saison zwei Ligen höher spielt.

Viele TuS-Fans beteiligten sich am Fahrrad-Korso.
Viele TuS-Fans beteiligten sich am Fahrrad-Korso.

Westerende begann mutig, das Konzept ging auf. Leon Hanssen und Gerrit Hoffmeyer setzten mit Schüssen aus der Distanz erste Ausrufezeichen. Doch schon der erste Angriff der Emder zeigte, warum diese Mannschaft die Ostfrieslandliga dominiert hatte. Zwei, drei schnelle Pässe und Jendrick Engelke stand frei im Fünf-Meter-Raum. In dieser Szene hatte TuS-Torhüter Torsten Ehm das Glück auf seiner Seite. Der Auricher Vertreter aus der Ostfrieslandklasse A hielt den Gegner vom eigenen Strafraum weg, die Borssumer hatten zunächst große Probleme den Ball in die Gefahrenzone zu befördern. Westerende kämpfte und rackerte, doch die Nadelstiche in der Offensive wurden immer seltener.

Vier Gegentore zu Beginn der zweiten Halbzeit

Kurz vor der Halbzeit schlug der Favorit dann eiskalt zu. Engelke tauchte frei vor Ehm auf und schob den Ball unaufgeregt in die lange Ecke. Nur zwei Minuten später erhöhte Till Jakobs per Kopf auf 2:0, der Favorit war nun am Drücker und hätte vor der Pause noch weitere Tore schießen können. „Mit Beginn der zweiten Halbzeit wollten wir dem Spiel eine schnelle Wende geben und haben deshalb sehr offensiv begonnen“, sagte Hoofdmann. Borssum nutzte die frei gewordenen Räume und entschied das Spiel binnen weniger Minuten.

Der Westerender Leon Hanssen im Zweikampf.
Der Westerender Leon Hanssen im Zweikampf.

Zwischen der 51. und 63. Minuten trafen die Borssumer viermal und schraubten das Ergebnis auf 6:0. Der Meister der Ostfrieslandliga hatte trotz hoher Temperaturen richtig Bock, den Westerendern drohte eine zweistellige Niederlage im Pokalfinale. „Wir haben das Spiel aber sauber zuende gebracht, Borssum hat in der zweiten Halbzeit seine ganze Klasse gezeigt“, sagte Klaus Hoofdmann anerkennend.

Fast wäre das Spiel dann doch noch zweistellig ausgegangen, doch Timo Goldenstein drosch den Ball über das Tor. das wäre auch des Guten zu viel gewesen.

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