SpVg-Frauen verlieren Finale Auricherinnen unterliegen Eintracht Braunschweig
Die Fußballerinnen der SpVg Aurich haben das Endspiel um die Niedersachsenmeisterschaft gegen Eintracht Braunschweig verloren. Aber eine Aufstiegschance bleibt.
Barsinghausen - Zum ganz großen Coup in dieser Saison hat es für die Frauen der SpVg Aurich nicht gereicht. Sie verloren am Sonntag in Barsinghausen das Endspiel um die Niedersachsenmeisterschaft mit 1:4 Toren gegen die favorisierte Mannschaft von Eintracht Braunschweig. Sie verpassten damit auch den Aufstieg in die Regionalliga. Jedenfalls zunächst. Aber eine Chance bleibt.
Als Meister ihrer Oberliga-Staffeln standen sich zum krönenden Saisonabschluss die Auricherinnen und die Braunschweigerinnen im August-Wenzel-Stadion gegenüber. Die Krone konnten sich die Auricherinnen am Ende zwar nicht aufsetzen. Aber es überhaupt bis ins Finale geschafft zu haben, war für die Auricherinnen schon ein riesiger Erfolg. Denn dass sie als Aufsteiger in die Oberliga die Saison gleich als Meister beenden würden, das hatte am Anfang keiner auf dem Zettel gehabt. Und trotzdem: Im ersten Moment des verlorenen Finals überwog die Enttäuschung. „Wir waren zu grün, die Braunschweigerinnen in den entscheidenden Situationen den Tick cleverer“, sagte SpVg-Trainer Tammo Pfeiffer.
Nach gutem Beginn werden die Auricherinnen nervös
Zwar waren die Auricherinnen zum finalen Spiel mit Verstärkung aus dem Bundesliga-B-Jugendteam angetreten. Mit Ana-Carolin Hoffmann und Hanna Ernst gehörten zwei Spielerinnen zur Startelf, mit Alina Vogel kam zur zweiten Halbzeit eine dritte dazu. Mit im Aufgebot auch Emma Schurwonn. Aber der Kader der Braunschweigerinnen war dann doch noch etwas anderes. Allen voran die ehemalige Wolfsburgerin Lyn Meyer, die 2014 zum Kader des Champions League-Siegers gehörte. Sie zählt zusammen mit Gesa Radtke zu den Top-Torschützinnen im Braunschweiger Team. Und sie traf dann auch gleich mal zur Führung für ihre Mannschaft und sorgte zudem für den Endstand.
SpVg Aurich – Eintracht Braunschweig 1:4 (0:2)
Tore: 0:1 Meyer (21. Spielminute), 0:2 Holzenkamp (29.), 0:3 Lange, 1:3 Vogel (67.), 1:4 Meyer (83.).
SpVg Aurich: Iwwerks; Cordes, Reens, Kersten, Ernst, de Vries, Hoffmann, Assing (46. Vogel), Bohlen, Rewohl, Wunder.
„Wir haben gut angefangen“, sagte Pfeiffer. In den ersten zehn Minuten von Nervosität keine Spur. Seine Mannschaft hatte mit einem Fernschuss sogar die erste Chance. Dann hatten die Braunschweigerinnen ihre erste Tormöglichkeit. „Und die Nervosität war da. Wir haben Fehler gemacht, die wir sonst nie machen. Das Spiel lief nicht mehr in unsere Richtung“, sagte Pfeiffer. In der 21. Spielminute dann das 1:0 für die Eintracht. „Wir gewinnen den Ball, schaffen es aber nicht, ihn aus der Gefahrenzone zu bringen“, beschrieb Pfeiffer die Szene, die zur Braunschweiger Führung führte. Solch eine Chance ließ sich die erfahrene Lyn Meyer nicht entgehen. Nur acht Minuten später fingen sich die Auricherinnen nach einer Standardsituation das zweite Tor ein. Der Respekt sei dann immer größer geworden, so der SpVg-Trainer. Das 0:3 in der 57. Spielminute resultierte aus einem verlorenen Kopfballduell, das den Braunschweigerinnen die Möglichkeit zum Konter bot. Den nutzte Jill-Lina Lange.
Aufstieg hängt von den Frauen des Hamburger SV ab
Dem Anschlusstreffer der Auricherinnen in der 67. Spielminute ging ein Eckball voraus, den die Braunschweigerinnen nicht klären konnten. Alina Vogel verkürzte zum 1:3. „Wir haben gedrückt, hatten auch unsere Chancen, haben alles investiert“, so Pfeiffer. Aber jubeln durfte am Ende der Gegner. Zum Abschluss des Finaltages lud der Niedersächsische Fußballverband zum Bankett.
Eine Chance auf den Aufstieg haben die Auricherinnen aber trotzdem noch. Dann, wenn die Frauen des Hamburger SV als Sieger der Regionalliga Nord den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen. Und da sieht es gut aus. Denn die Hamburgerinnen gewannen das erste Relegationsspiel gegen den FC Viktoria Berlin mit 3:0 Toren. Das Rückspiel steigt am kommenden Sonntag in Berlin. Sollte dem HSV der Aufstieg gelingen, müssten die Auricherinnen für den Sprung in die Regionalliga dann ein Qualifikationsspiel gegen die zweite Mannschaft des HSV bestreiten.