Relegation zur 3. Liga  Keine Angst vor dem 69-Tore-Sturm

| | 08.06.2023 11:40 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die SpVg-Frauen haben als Aufsteiger die Meisterschaft in der Fußball-Oberliga geschafft. Nun geht es in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig. Fotos: Helmut Vortanz
Die SpVg-Frauen haben als Aufsteiger die Meisterschaft in der Fußball-Oberliga geschafft. Nun geht es in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig. Fotos: Helmut Vortanz
Artikel teilen:

Die Frauenmannschaft der SpVg Aurich trifft am Sonntag in der Relegation zur 3. Liga auf Eintracht Braunschweig. Die Trainer haben sich den Gegner genau angeschaut.

Aurich - Die Stimmung rund um das Auricher Ellernfeld könnte zurzeit kaum besser sein. Der Verein schwimmt auf einer Erfolgswelle. Die Herren-Mannschaft hat den Klassenverbleib in der Bezirksliga geschafft, in der Frauen- und Mädchenabteilung der Sportvereinigung Aurich gibt es fast wöchentlich etwas zu feiern. Die B-Juniorinnen spielen in wenigen Tagen gegen Bayer Leverkusen um die Deutsche Meisterschaft und die Frauen-Mannschaft der SpVg steht am Sonntag vor dem großen Wurf. Der Oberliga-Meister trifft im Relegationsspiel um den Regionalliga-Aufstieg am Sonntag in Barsinghausen auf Eintracht Braunschweig (14 Uhr).

SpVg-Trainer Tammo Pfeiffer wird auch noch Spielerinnen der B-Juniorinnen mit nach Barsinghausen nehmen.
SpVg-Trainer Tammo Pfeiffer wird auch noch Spielerinnen der B-Juniorinnen mit nach Barsinghausen nehmen.

Trainer Tammo Pfeiffer kann es immer noch nicht ganz glauben, dass seine Mannschaft als Aufsteiger den Durchmarsch zum Titel geschafft hat. „Wenn wir das jemand vor der Saison gesagt hätte. Wir wollten uns eigentlich erst mal im oberen Tabellendrittel etablieren. Nun haben wir wenig zu verlieren, aber viel zu gewinnen“, sagt Pfeiffer.

Verstärkung von den B-Juniorinnen

Ein Aufstieg in die Dritte Frauen-Liga wäre ein nachhaltiger Erfolg für den Verein. So könnten den Bundesliga-Mädchen ein Verbleib in der SpVg-Frauenmannschaft schmackhaft gemacht werden. Geschäftsführer und B-Mädchen-Trainer Stefan Wilts hat bereits mehrfach deutlich gemacht, wie sehr der Verein von einem Aufstieg profitieren würde. Wohl auch deshalb wird vier bis fünf Spielerinnen aus seinem Bundesliga-Kader für das Relegationsspiel abstellen. „Wir wissen aber noch nicht, wer letztlich mitfährt“, sagt Pfeiffer. Er schätzt am Nachwuchs besonders die Geschwindigkeit. „In der Bundesliga wird mit mehr Tempo gespielt, bei den Frauen geht es dann auch körperlicher zu“, sagt der SpVg-Trainer.

Der Relegationsgegner am Sonntag ist ein großer Traditionsverein und kommt mit seinem 69-Tore-Sturm nach Barsinghausen. Die ehemalige Wolfsburgerin Lyn Meyer (sie stand 2014 im Kader des Championsleague-Siegers) und Gesa Radtke trafen in der Oberliga, wie sie wollten. Die unglaubliche Torquote beeindruckt Tammo Pfeiffer aber wenig. Er hat die Spielweise der Braunschweigerinnen genaustens analysiert. Sein Co-Trainer sah sich die 1:3-Niederlage der Braunschweigerinnen im NFV-Pokalfinale gegen den TSV Barmke an. Sein Fazit: „Wenn sie nicht an den Ball kommen, werden sie auch nicht gefährlich.“ Außerdem sahen er und seine Späher in den zwei Beobachtungsspielen wenig Variation im Spiel des Gegners. „Die Spiele haben deutlich gezeigt, wo wir ansetzen müssen“, sagt Pfeiffer. Die nötige Gier bei seinen Spielerinnen hat Pfeiffer schon während der Trainingswoche beobachten können. „Jetzt wollen sie auch den letzten Schritt gehen“, sagt Pfeiffer.

Feier ist noch nicht geplant

Die Delegation der Sportvereinigung wird sich am Sonntagmorgen in Richtung Barsinghausen aufmachen. Zwei Stunden vor Spielbeginn wollen sie dort ankommen und dann die „Routinen durchlaufen lassen“, wie Pfeiffer es nennt. Nach dem Spiel wird es einen offiziellen Empfang des Niedersächsischen Verbandes geben. Eine Aufstiegsfeier haben die Auricherinnen dagegen noch nicht geplant. „Da bin ich kein Freund von. Es gibt nichts Schlimmeres, wenn eine große Feier vorbereitet wird und dann verliert man.“ Im Falle des Erfolges werde es aber eine spontane Feier geben. „Da könnten wir auch noch einen Rastplatz ansteuern“, sagt der Trainer.

18 Spielerinnen wird Pfeiffer mit nach Barsinghausen nehmen. Der Optimismus beim SpVg-Trainer ist groß. „Ein Finale spielt man nicht, man gewinnt es“, sagt er.

Ähnliche Artikel