Endspiel um die Deutsche Meisterschaft  Fast wäre auch das Finale in Aurich ausgetragen worden

| | 05.06.2023 16:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Blick ins Heiligtum: Der ON-Fotograf durfte vor dem Spiel sogar in die Kabine und die B-Juniorinnen bei der Einstimmung auf das Spiel fotografieren .Foto: Helmut Vortanz
Ein Blick ins Heiligtum: Der ON-Fotograf durfte vor dem Spiel sogar in die Kabine und die B-Juniorinnen bei der Einstimmung auf das Spiel fotografieren .Foto: Helmut Vortanz
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Endspiel-Gegner Bayer Leverkusen fand erst auf den letzten Drücker einen Austragungsort in Bergisch-Gladbach. Warum einige SpVg-Spielerinnen kurz vor dem Finale noch bei den Frauen aushelfen müssen.

Aurich - Lange hatte SpVg-Trainer Stefan Wilts am Sonnabend nicht Zeit den grandiosen Finaleinzug seiner B-Juniorinnen zu verarbeiten. Er und sein Team waren gleich mit den Abbauarbeiten beschäftigt, die auch am Montagmorgen noch nicht ganz beendet waren.

Es hat nicht viel gefehlt und alles hätte wieder aufgebaut werden müssen. Bayer Leverkusen stand kurz davor das Finale nach Aurich zu verlegen, ein neuer Zuschauerrekord wäre wohl garantiert gewesen. Der Gegner hatte große Probleme einen geeigneten Austragungsort zu finden. Die Bayarena, das Stadion in dem die Bundesliga-Männer spielen, stand nicht zur Verfügung. Und auch die Fußballplätze am Leistungszentrums des Vereins können am 17. Juni nicht genutzt werden. „Da haben wir dann ein wenig Druck gemacht“, erzählt SpVg-Trainer Wilts. Bis Montagmittag um 12 Uhr durfte sich Bayer Leverkusen nach einer weiteren Alternative umschauen. Um 11.34 Uhr kam dann die E-Mail vom Deutschen Fußballbund. Leverkusen hat auf den letzten Drücker einen Austragungsort gefunden. Das Spiel findet nun am Sonnabend, 17. Juni, in der Belkaw-Arena in Bergisch-Gladbach statt. Anstoß ist um 13 Uhr.

Spielerinnen zu müde für eine große Party

Seine Spielerinnen waren nach dem dramatischen Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt einfach nur platt. Wilts berichtet, dass man gemeinsam Pizza bestellt hätte. „Danach waren sie aber auch alle schnell verschwunden. Sie trinken ja auch keinen Alkohol“, sagt Wilts.

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Nun geht es gegen den haushohen Favoriten Bayer Leverkusen. Anschauungsmaterial hat das SpVg-Trainerteam vom Halbfinale der Rheinländerinnen gegen den SV Meppen. Dort hat der DFB, genau wie in Aurich, eine Liveübertragung angeboten. Eine Sache wusste Wilts auch schon vorher. „Sie haben zwei sehr gute Stürmerinnen.“ In der Tat: In der Bundesliga-Staffel West-Südwest landeten die Bayer-Stürmerinnen Delice Boboy (21 Tore) und Estrella Merino Gonzales (18 Tore) ganz vorne in der Torjägerinnen-Liste. Doch die SpVg-Abwehr ist in dieser Spielzeit ein Garant für den Höhenflug. „Die Frankfurter Stürmerinnen hatten wir auch ganz gut im Griff“, sagt Wilts.

Nach dem Spiel gegen Frankfurt musste Wilts keine Verletzten beklagen. Am nächsten Wochenende wird er ein wenig zittern. Wenn die Damenmannschaft der Sportvereinigung am Sonnabend um 14 Uhr in Barsingshausen gegen Eintracht Braunschweig um den Aufstieg in die Regionalliga spielt, sind auch Spieler der B-Juniorinnen mit dabei. Wilts wird seine besten Spielerinnen abstellen. „Warum denn nicht? Wir sind eine Abteilung und ein Aufstieg der Frauen-Mannschaft wäre nachhaltig.“