Hamburg Mehr Geld für benachteiligte Schüler: Warum es damit nicht getan ist
Die Bundesregierung will zwei Milliarden Euro für sozial benachteiligte Schüler locker machen. Doch mit diesem Geld ist es noch nicht getan. Es kommt darauf an, was damit geschieht.
Zwei Milliarden Euro soll es kosten. Das „Startchancen-Programm” soll nicht nur die Benachteiligung sozial schwacher Schüler lindern, sondern ist auch einer der zentralen bildungspolitischen Vorhaben der Ampel-Regierung.
Ab dem Schuljahr 2024/25 geht es los. Bis zur nächsten Bundestagswahl bleibt dann nur ein Jahr Zeit, um das ganze Programm überhaupt zu evaluieren.
Und das wird bitter nötig sein. Denn Geld alleine wird die Problematik sogenannter Brennpunktschulen nicht lösen. Selbst ein Bundeswehr-Sondervermögen würde den Schulen und Lehrern nicht helfen, wenn nicht ein ganzer Strauß an Maßnahmen auf den Weg gebracht wird: Mit Geld alleine ist noch kein Lehrer, kein Sozialarbeiter mehr ausgebildet. Mit Geld alleine hat noch kein Kind, das zu Hause kein Deutsch spricht, diesbezüglich aufgeholt.
Aber ganz generell muss die Betreuung von Kindern endlich ganzheitlich gedacht werden, von der Kita bis zum Schulabschluss. Doch was passiert? Während in der Schule die Chancengleichheit erhöht werden soll, wäre die Förderung von Sprach-Kitas – elementarer Bestandteil für eine frühkindliche Integration – beinahe ausgelaufen.
Eltern und Erziehern ist es zu verdanken, dass Bund und Länder diesbezüglich doch noch umgeschwenkt haben. Und bei aller Förderung für die Schulen im „sozialen Brennpunkt” dürfen alle anderen Schulen natürlich nicht vernachlässigt werden. Denn in Wahrheit brennt es durch Lehrermangel und stockende Digitalisierung doch überall.
Dass bei Kita und Schule zwei Bundes- und etliche Landesministerien gleichermaßen herumagieren, macht das Löschen allerdings nicht gerade einfach.