Halbfinale um die deutsche Meisterschaft  Aurich spielt Unentschieden in Frankfurt

| | 28.05.2023 12:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das 1:1 in Frankfurt lässt für die SpVg alle Möglichkeiten offen. Foto: Helmut Vortanz
Das 1:1 in Frankfurt lässt für die SpVg alle Möglichkeiten offen. Foto: Helmut Vortanz
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Die B-Juniorinnen der SpVg Aurich haben sich mit dem 1:1 bei Eintracht Frankfurt eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet. Womit die Spielerinnen nicht so gut klar kamen.

Frankfurt/ Aurich Gegen Mitternacht bog der Mannschaftsbus der Sportvereinigung Aurich zum Ellernfeld ein. Die B-Juniorinnen stiegen müde aus dem Bus, im Gepäck hatten sie aber ein Ergebnis, das für das Rückspiel am kommenden Sonnabend alle Möglichkeiten offen lässt. Das Tor von Ann-Carolin Hoffmann bescherte den Auricherinnen ein 1:1 beim Südmeister Eintracht Frankfurt.

Ein gerechtes Unentschieden, fand auch Stefan Wilts. Mit dem Ergebnis war der SpVg-Trainer sehr zufrieden, doch spielerisch blieben seine Spielerinnen ein wenig hinter ihren Möglichkeiten zurück. „Wir konnten nicht so agieren, wie noch in der Liga. Das lag aber auch an der robusten Spielweise des Gegners“, sagte Wilts.

Robust und hochgewachsen

Die Frankfurterinnen, alle hochgewachsen und teils kräftig, spielten ihre Vorteile aus. Daran mussten sich die eher zierlichen Auricherinnen zunächst gewöhnen. Nach einer Phase des Abtastens besaßen die Ostfriesinnen dann die erste richtig gute Möglichkeit des Spiels. Nach einer Freistoß-Flanke von Junina Sass schoss Sophia Schalke den Ball nur knapp am Pfosten des Frankfurter Tores vorbei. Die Heimmannschaft hätte nach einer Standardsituation auch treffen können. Einen Freistoß von Cecile Carneiro hielt SpVg-Torhüterin Paula Blum erst im Nachfassen fest.

Dieses leichte Nervenflackern machte Wilts auch bei einigen anderen Spielerin aus. „Die ein oder andere Spielerin war dann doch ein wenig nervös. Da waren Klöpse dabei, die man sonst nicht gewohnt war.“

Bei ungewohnt warmen Temperaturen passierte zu Beginn der zweiten Halbzeit das, was die Auricherinnen unbedingt vermeiden wollten. Die Frankfurterin Yara Scholl schickte Cora Leppen mit einem feinen Pass auf die Reise. Leppen umkurvte SpVg-Torhüterin Paula Blum und schob den Ball zur Frankfurter Führung in das leere Tor.

Torjägerin rettet das Unentschieden

Die Auricherinnen bewiesen nach dem Schock, dass sie in dieser Spielzeit ein echtes Spitzenteam sind. Und sie können sich auf die Treffsicherheit ihrer besten Torschützin verlassen. In der 58. Minute schaltete Ann-Carolin Hoffmann nach einem missglückten Klärungsversuch am schnellsten und lief alleine auf die Frankfurter Torhüterin Lisa Landau zu. Gekonnt und abgeklärt schob sie den Ball zum umjubelten Ausgleich ins rechte Eck. Bis zum Spielende passierte dann nicht mehr viel. Beide Mannschaften zollten den hohen Temperaturen Tribut und konnten am Ende mit dem Unentschieden leben. „Erst im abgekühlten Bus konnten wir dann ein wenig runterfahren“, so Wilts.

Eine weitere gute Nachricht nach dem Halbfinal-Hinspiel: Keine Spielerin hat sich ernsthaft verletzt, für das Rückspiel am kommenden Sonnabend (14 Uhr) hat Trainer Wilts die Qual der Wahl. Fest steht auch: nach dem guten Ergebnis im Hinspiel wird es wohl ziemlich voll im Ellernfeld-Stadion. Nach Angaben von Wilts könnten im besten Fall bis zu 3000 Zuschauer kommen. Viel mehr dürfen es auch nicht werden. „Mit den gestiegenen Auflagen ist für uns bei 4000 Zuschauern Schluss“, sagt Wilts.

Heute werden Helfer der SpVg eine mobile Tribüne für die Kommentatoren des Deutschen Fußball-Bundes erreichten. Wie das Hinspiel wird der Verband das Spiel live übertragen. Die Ordner für das Spiel haben die Auricher selbst organisiert, beide Kassenhäuschen werden für den schnelleren Fluss geöffnet. Bereits gestern sind die Mädchen in die Vorbereitung für das Rückspiel eingestiegen. „Das Training war sozusagen eine aktive Erholung“, so Wilts.

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