Verkaufsoffene Sonntage Gewerkschaft Verdi ist nicht einverstanden mit Caro-Beteiligung
Zum ersten Mal durfte der Caro jüngst am verkaufsoffenen Sonntag teilnehmen. Die Gewerkschaft Verdi würde das in dieser Form nicht wieder erlauben.
Aurich - Beim Geranienmarkt am 7. Mai hatte es eine Premiere gegeben. Zum ersten Mal nämlich konnte sich am verkaufsoffenen Sonntag auch das Einkaufszentrum Caro beteiligen. Die Gewerkschaft Verdi hatte zugestimmt. Eine Zustimmung, die so nicht wieder erteilt werden würde. Das sagt Gewerkschaftssekretär André Belger auf ON-Anfrage.
Es reiche nicht, zwei Blumenstände im Caro aufzubauen, so Belger. Das werde dem Gedanken des Ladenöffnungsgesetzes nicht gerecht. Für den Geranienmarkt gab es im Einkaufscenter einen Stand mit frischen Blumen sowie einen Stand mit Trockenblumen. Obwohl Verdi hier also einen Verstoß gegen das Ladenöffnungsgesetz sieht, wird laut Belger in diesem Fall von einer Klage abgesehen. Denn im Vorfeld sei ja mit der Stadt und dem Kaufmännischen Verein (KV) abgesprochen worden, dass das Angebot des Caro geprüft werde. Das sei nun geschehen. Und es stehe fest, so Belger, dass eine Beteiligung des Caro in dieser Form beim Heidemarkt im Oktober sehr kritisch sei.
Für Heidemarkt sollen Gespräche folgen
„Der Caro ist eine Shopping Mall“, so André Belger. Die Bedeutung liege bereits im Namen, der Schwerpunkt sei eben das Verkaufen und nicht, wie in den gesetzlichen Vorgaben gefordert, die Traditionsveranstaltung. Was der Caro ändern müsse, um von Verdi grünes Licht zu erhalten, mochte Belger nicht sagen. Es werde aber noch einige Gespräche geben müssen. „Noch ist kein Ende in Sicht.“
KV-Vorsitzender Udo Hippen sieht die Sachlage etwas anders. Es sei nachgewiesen worden, dass der Caro Teil der Auricher Innenstadt sei. Dazu hatte der KV im Vorfeld des Geranienmarktes unter anderem auf die Pläne für das Einkaufscenter aus den 1970er-Jahren hingewiesen. Es sollte damals die Achse Fischteichweg-Pferdemarkt in der Innenstadt gebildet werden. Beim Geranienmarkt habe es viele verschiedene Bestandteile wie das Familienfest auf dem Georgswall, den Flohmarkt im Carolinengang und eben den Pflanzenmarkt auf dem Marktplatz gegeben. Alle Teile zusammen seien prägend für die Innenstadt gewesen.
Udo Hippen will nun Kontakt zum Caro sowie zur Stadt Aurich als Genehmigungsbehörde aufnehmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Fest stehe, dass der Geranienmarkt am 7. Mai eine extrem gute Werbung für die Stadt Aurich gewesen sei.
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