Berlin Auch 4.000 Bundesimmobilien müssten umgerüstet werden
Das geplante Heizungsgesetz könnte auch für das Gebäudemanagement des Bundes zum Kraftakt werden und würde eine viertel Milliarde Euro kosten.
18.000 Liegenschaften hat der Bund, die beheizt werden, teilte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Von diesen würden „circa 4.000 Gebäude aktuell mit fossilen Brennstoffen geheizt“, sagte ein Behördensprecher. 13.000 Gebäude seien an Nah- und Fernwärmenetze angeschlossen.
Laut Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sollen ab Januar 2024 nur noch Heizungen eingebaut werden, die mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie betrieben werden, sollten die alten Heizungen unreparierbar kaputtgehen.
Die Investitionsmehrkosten für GEG-konforme Heizungen für Nichtwohngebäude werden im Mittel mit 60.000 Euro gegenüber einer Gasheizung beziffert. Bei 4.000 nachzurüstenden Gebäuden wären das 240 Millionen Euro.
Bei der Bundesanstalt hieß es, welche Kosten auf den Bund zukämen, sei „nicht treffsicher“ zu beantworten. Denn selbst wenn die reinen Kosten für den Austausch von Heizungsanlagen zu ermitteln wären, so kämen je Einzelfall weitere Maßnahmen wie zum Beispiel der Rückbau von Heizkörpern und der Einbau von Flächenheizungen, die Dämmung der Fassaden und Dächer sowie gegebenenfalls der Austausch der Fenster „kostenerhöhend hinzu“.