Fußball-Bezirksliga  Spiel gewonnen, Torjäger verloren

| | 21.05.2023 19:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Hauke Specht im Duell mit dem Struddener Thilo Janßen (vorne). Foto: Wilfried Gronewold
Hauke Specht im Duell mit dem Struddener Thilo Janßen (vorne). Foto: Wilfried Gronewold
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Großefehn schlägt Strudden deutlich mit 4:1 – warum der Verein künftig auf die Treffer von Hauke Specht verzichten muss.

Großefehn - Nach dem überzeugenden 4:1-Erfolg gegen Strudden schwor Großefehns Mannschaftsführer Hauke Specht seine Mitspieler schon auf das anstehende Derby gegen Wiesmoor ein. Mit eineinhalb Toren war der Kapitän wieder mitentscheidend am Erfolg des Tabellenzweiten beteiligt, doch in der kommenden Saison muss der SV Großefehn auf seinen Torjäger und Motivator verzichten. Specht zieht es zum Ausklang seiner Spielerkarriere in die Heimat nach Filsum. Sein Trainer Bi Le Tran bedauerte diesen Schritt. „Das ist sehr schade, aber Hauke wird uns in der Sportlichen Leitung erhalten bleiben.“

Das Spiel gegen Strudden, das trotz der Bedeutungslosigkeit über weite Strecken zu gefallen wusste, hatte am Ende auch noch einen spektakulären Abschluss. Lennard Martens setzte in der 87. Minute den Schlusspunkt zum 4:1-Endstand – und wie: Einen langen Ball an die Strafraumgrenze pflückte Martens technisch versiert herunter, legte sich den Ball mit der Ballannahme auf den richtigen Fuß und schoss den Ball direkt über TuS-Torhüter René Breu ins Tor. „Ein sehr schönes Tor. Wir haben heute genau wie am Mittwoch in Holtland ein gutes Spiel gemacht“, lobte Le Tran. Beide Mannschaften zeigten in der ersten halben Stunde der Begegnung, dass sie trotz der anstrengenden Taktung der Spiele durchaus noch Lust auf Fußball versprühten.

Furisoer Beginn der Fehntjer

Großefehn legte furios los und traf gleich nach sechs Minuten. Nach einer Ecke von Tobias Hillers auf den zweiten Pfosten köpfte Janek Freudenberg den Ball wieder in den Fünf-Meter-Raum, wo Tom Böhling mit dem Kopf zur Fehntjer Führung vollendete.

Nach gut 20 Minuten musste Großefehn dann notgedrungen umstellen. Sven Adam, gerade erst wieder halbwegs von einer Fußverletzung genesen, bekam wieder einen Schlag auf dieselbe Stelle und musste ausgewechselt werden. Holger Wulff ließ sich dafür etwas fallen und unterstützte die Dreierkette um Ralf Aden. Nach vorne fehlten nun etwas die Ideen, die Gäste aus Strudden wurden mutiger und zeigten sich zweimal gefährlich vor dem Fehntjer Tor. Ein Ausgleich lag im Bereich des Möglichen.

Kurz vor der Pause hätte Freudenberg schon für eine Vorentscheidung sorgen können, doch freistehend vor Breu hatte er zu viel Zeit zum Nachdenken und wählte die falsche Option.

Sogar der Betreuer spielte noch mit

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war Großefehn dann wieder aus der Lethargie erwacht und drängte auf das 2:0. Der zweite Treffer ließ aber noch bis zur 63. Minute auf sich warten. Doch wer als letztes am Ball war, blieb auch für den Stadionsprecher ein Rätsel. Die scharf getretene Ecke von Hillers senkte sich ins lange Eck, dort waren auch noch Specht und ein TuS-Abwehrspieler an der Aktion beteiligt.

Wenige Minuten später war es dann ohne Zweifel Specht, der den Ball nach einer schönen Einzelleistung von Böhling zum 3:1 über die Linie drückte. Zuvor hatte Strudden sich für eine engagierte Leistung mit dem Anschlusstreffer belohnt. Im dicht bevölkerten SVG-Strafraum reagierte Jeff Dorn am schnellsten. Auch der Struddener Torjäger wird den Verein nach langen Jahren verlassen.

Die Personaldecke der Fehntjer wurde zum Ende des Spiels weiter dünner. So musste Le Tran noch seinen Betreuer Stefan Hinrichs auf das Feld schicken. Dieser hatte im vergangenen Jahr eigentlich seine aktive Karriere beendet. „Das war auch die letzte Option, sonst hätte ich noch mitspielen müssen“, sagte der SVG-Trainer.

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