Förderung abgelehnt Kein Geld für Balkonkraftwerke im Brookmerland
Die Mehrheit der Politik und Verwaltung im Brookmerland lehnen Zuschüsse für Mini-Solaranlagen ab. Wie die Initiatoren darauf reagieren.
Brookmerland - Gescheitert sind BWG/SEB, BfB und CDU im Rat der Samtgemeinde Brookmerland mit einem Vorstoß zur Förderung für sogenannte Balkonkraftwerke. Wie Gruppensprecherin Ida Bienhoff-Topp mitteilte, habe ein entsprechender Änderungsantrag im Samtgemeindeausschuss in dieser Woche keine Mehrheit gefunden. Gefördert werden sollten Mini-Solaranlagen mit einem Modulwechselrichter und einer maximalen Leistung von 600 Watt. Geplant war ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 150 Euro, den Bürger nicht hätten zurückzahlen müssen. Finanziert werden sollte das auf 15.000 Euro begrenzte Förderprogramm mit Geld aus dem Bürgerhaushalt. Viele Bürger hätten so in den Genuss eines Zuschusses kommen sollen.
Der bisherige Beschlussvorschlag der Verwaltung habe keine Förderung vorgesehen, erklärte Bienhoff-Topp. Nach Auffassung von BWG/SEB, BfB und CDU hätte der Zuschuss für ein Stecker-Solargerät es Eigentümern und Mietern, die keine teure Dach-Photovoltaikanlage bezahlen können, ermöglicht, einen wenigstens kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und eigene Stromkosten zu sparen. Balkonkraftwerke könnten dazu beitragen, den Anteil erneuerbarer Energien in der Stromversorgung zu erhöhen. Sie seien einfach zu installieren und ermöglichen es Verbrauchern, ihren eigenen Strom zu erzeugen und damit unabhängiger von herkömmlichen Energieversorgern zu werden, heißt es zu Begründung.
Ratsgruppe bedauert Ablehnung
Durch eine Förderung könnten Verbraucher dazu ermutigt werden, in erneuerbare Energien zu investieren. Balkonkraftwerke tragen zudem zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei.
BWG/SEB, BfB und CDU bedauern die ablehnende Haltung von SPD, Grünen, der Gruppe „Moin“ und der Verwaltung. Auch die Samtgemeinde hätte dem Wunsch nach Förderung nachkommen und einen kleinen Beitrag für die zunehmenden finanziellen Belastungen der Bürger bieten sollen, heißt es in der Mitteilung. „Leider fand sich für unseren Änderungsantrag keine Mehrheit und somit keine finanzielle Unterstützung durch eine Förderung“, so Bienhoff-Topp.