Berlin Nach Besuch der russischen Botschaft: Frau von Altkanzler Schröder verliert Job
Vor einer Woche war Altbundeskanzler Gerhard Schröder gemeinsam mit seiner Frau Soyeon Schröder-Kim bei einem Empfang in der russischen Botschaft zu Gast. Für die 55-Jährige hat die Aktion jetzt ein berufliches Nachspiel.
Anlässlich des Gedenkens an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland lud der russische Botschafter Sergej Netschajew vergangene Woche zu einem Empfang in Berlin ein. Unter den Gästen befanden sich unter anderem AfD-Chef Tino Chrupalla, Linken-Politiker Klaus Ernst und der ehemalige SED-Politiker Egon Krenz. Auch Altkanzler Gerhard Schröder ließ sich bei dem Treffen gemeinsam mit seiner Ehefrau Soyeon Schröder-Kim blicken.
Der Besuch sorgte für viel Kritik, unter anderem von Wladimir Klitschko. Für Soyeon Schröder-Kim hat der Besuch darüber hinaus berufliche Konsequenzen. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, soll die 55-Jährige ihren Job bei der Gesellschaft NRW.Global Business verloren haben. Es handelt sich dabei um eine Gesellschaft zur Außenwirtschaftsförderung des Landes Nordrhein-Westfalen, Schröder-Kim war als Repräsentantin in Südkorea tätig.
„Frau Schröder-Kim ist mit sofortiger Wirkung freigestellt, und das Dienstverhältnis wird nun durch NRW.GlobalBusiness fristlos beendet“, wird eine Sprecherin von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) in dem Bericht zitiert. „Es gab mehrere Hinweise durch die NRW.Global Business gegenüber Frau Schröder-Kim, dass Repräsentantinnen und Repräsentanten sich in der Öffentlichkeit bei politisch sensiblen Themen, insbesondere bezüglich des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, nicht äußern sollten.“
Bis heute hat sich der ehemalige Bundeskanzler Schröder nicht öffentlich vom russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen Angriffskrieg auf die Ukraine distanziert. Stattdessen hält der SPD-Politiker seine Verbindungen zum Kreml weiter aufrecht.