Schullandschaft  Realschule Aurich bleibt sechszügig

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 05.05.2023 19:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Realschule Aurich bleibt auch im kommenden fünften Jahrgang sechszügig. Foto: Romuald Banik
Die Realschule Aurich bleibt auch im kommenden fünften Jahrgang sechszügig. Foto: Romuald Banik
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Das Gymnasium Ulricianum wird schrumpfen. Ein Wunsch, den auch die Realschule Aurich hat, der aber nicht erfüllt wird.

Aurich - In der Stadt Aurich nahmen in dieser Woche die weiterführenden Schulen die Anmeldungen für die neuen fünften Klassen entgegen. Laut der Statistik des Landkreises Aurich galt es, für rund 400 Viertklässler die nächste Schule zu finden. Die Zahl ergibt sich aus den 403 Einschulungen, die es im Jahr 2019 in der Stadt Aurich gegeben hat. Ein Jahr zuvor waren 363 Kinder eingeschult worden, 40 weniger.

Dennoch ist die Zahl der Anmeldungen in den weiterführenden Schulen der Stadt, dem Gymnasium Ulricianum, der IGS Aurich sowie der Realschule Aurich, bislang nicht gestiegen. Im Gegenteil: Im Ulricianum liegen 60 Anmeldungen weniger vor als noch 2022. Schulleiter Rüdiger Musolf freut sich, dass nur sieben fünfte Klassen gebildet werden müssen – statt der neun Parallelklassen im vorigen Jahr. Vom Tisch sei damit eine drohende Teilung des Gymnasiums. Denn diese dürfen in Niedersachsen eigentlich nur sechs Klassen pro Jahrgang haben.

IGS Aurich mit weniger Anmeldungen als 2022

An der Realschule Aurich lagen am Freitagnachmittag 146 Anmeldungen vor. Das sind zwei weniger als noch im Vorjahr. Schulleiterin Kathrin Peters rechnet aber mit einigen Spätanmeldern. „Außerdem haben wir ein paar Wiederholer.“ Deswegen werde es wie im Vorjahr sechs fünfte Klassen geben. Die von der Auricher Politik beschlossene Fünfzügigkeit kann damit ein weiteres Mal nicht eingehalten werden. Ein weiterer Klassencontainer müsse aber nicht bestellt werden. „Das passt so“, sagt Kathrin Peters.

Acht Anmeldungen weniger als im vorigen Jahr konnte die IGS Aurich entgegennehmen. Nur 65 Anmeldungen gab es laut Schulleiterin Dr. Dorothee Göckel bislang an der Schule. „Wir erwarten aber noch mehr, da sind bestimmt noch einige in der Pipeline“, sagte sie. Erfahrungsgemäß gebe es an der IGS immer einige Nachzügler. So habe der aktuelle fünfte Jahrgang jetzt 120 Schüler. Am Ende der offiziellen Anmeldephase waren es im vorigen Jahr nur 73. Denn auch im laufenden Schuljahr habe es Wechsel von anderen Schulen zur IGS Aurich gegeben.

Unbekannte Größe im Schulsystem entsteht in Moordorf

Dorothee Göckel hat bereits bei einigen Gelegenheiten bedauert, dass diese Schüler nicht von Beginn an die IGS Aurich als weiterführende Schule wählen. Denn es sei sicherlich einfacher, sich im Gesamtschulsystem zurechtzufinden, wenn man dieses von Beginn an erleben könne.

Damit haben diese drei weiterführenden Schulen zusammen bislang 395 Anmeldungen. Das sind 70 weniger als im vergangenen Jahr, obwohl es 40 Viertklässler mehr gibt in diesem Jahr. Ein Rätsel, dessen Auflösung sich jenseits der Stadtgrenzen in Moordorf befinden könnte.

Herkunft der FCSO-Schüler ist unklar

Denn dort wird sich ab dem 17. August dieses Jahres die Freie Christliche Schule Ostfriesland (FCSO) mit einer Außenstelle niederlassen. Bislang gibt es laut einer Sprecherin genug Anmeldungen für zwei volle Klassen im fünften Jahrgang der neuen Außenstelle. Diese wird in Teilen des Gebäudes der ehemaligen Moordorfer Haupt- und Realschule eingerichtet.

Wie groß die Klassenstärke im fünften Jahrgang ist und wie viele Schüler genau angemeldet worden sind, konnte die Sprecherin am Freitagmittag nicht mehr in Erfahrung bringen. Sollte die FCSO mit dem maximal erlaubten Klassenteiler von 30 Kindern arbeiten, könnten bis zu 60 Fünftklässler Mitte August in der ehemaligen Haupt- und Realschule Moordorf eingeschult werden. Freie Schulen dürfen allerdings auch mit kleineren Klassengrößen arbeiten, um eigene pädagogische Konzepte umsetzen zu können.

Wie viele Auricher Schüler tatsächlich den Weg nach Moordorf antreten, ist noch ungewiss. Im Vorfeld hatte es 41 Voranmeldungen an der FCSO gegeben. Es wurde angenommen, dass diese zum größten Teil aus Südbrookmerland kamen.

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