Fahrraddemo von Riepe nach Oldersum  Radweg an der L1 lässt weiter auf sich warten

Kim Hüsing
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Von Kim Hüsing
| 04.05.2023 16:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Im vergangenen Jahr waren Groß und Klein bei der Fahrraddemo auf der Landesstraße 1 zwischen Oldersum und Riepe unterwegs. Foto: Kim Hüsing
Im vergangenen Jahr waren Groß und Klein bei der Fahrraddemo auf der Landesstraße 1 zwischen Oldersum und Riepe unterwegs. Foto: Kim Hüsing
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Die Planungen für den Bau eines Radwegs zwischen Riepe und Oldersum verzögern sich. Für die Anwohner eine Katastrophe. Deshalb rufen sie erneut zu einer Fahrraddemo auf.

Riepe/Oldersum - Für den Radweg an der Landesstraße 1 zwischen Riepe und Oldersum sollte in diesem Jahr eigentlich die Planung beginnen. Das hatte die Auricher Landesstraßenbaubehörde so in Aussicht gestellt. 2026 sollte Baubeginn sein, sagte Jens de Vries als Oldersumer Ortsbürgermeister noch bei einer Fahrraddemo vor einem Jahr. Doch nun verzögert sich alles. So hat die Landesbehörde derzeit keine freien Kapazitäten, um mit den Planungen zu beginnen, sagt Yasin Kilic als stellvertretender Auricher Leiter. „Dieses Jahr können wir das nicht mehr angehen.“

Die Anforderungen an Planungsprojekte seien gestiegen, so Kilic. Durch Belange im Arten- und Naturschutz sowie im Bereich Klima- und Bodenschutz seien die vorzubereitenden Unterlagen umfangreicher geworden. Das binde Personal. Derzeit habe die Behörde zahlreiche Maßnahmen „in der Pipeline“. Die im Radverkehrskonzept von 2016 genannten Maßnahmen würden nach Priorität abgearbeitet. Erst wenn diese abgeschlossen sind, nehme sich die Behörde als nächstes den Radweg an der Landesstraße 1 vor. Wann genau dies sein wird, kann Kilic jedoch nicht benennen. Die Planungen und Ausführungen würden etwa fünf Jahre in Anspruch. Somit ist auch ein Baubeginn 2026 nicht mehr denkbar.

Riepster und Oldersumer rufen zur Demo auf

„Die Verzögerung ist eine Katastrophe“, findet Volker Degner. Das CDU-Mitglied des Riepster Ortsrates hat mit seinen Kollegen aus Oldersum schon mehrfach mit den Vertretern der Fachbehörden zusammengesessen. Vergangenes Jahr seien sie zuversichtlich gewesen, dass endlich etwas passiert. Durch die Verschiebung jetzt sei es umso wichtiger, Aufmerksamkeit zu generieren. Deshalb lädt der Riepster Ortsrat zusammen mit den Oldersumern wieder zu einer Fahrraddemo ein. Am Sonntag, 7. Mai, soll es von Riepe nach Oldersum gehen.

Die Teilnehmer treffen sich um 10 Uhr auf dem Sportplatz in Riepe. Um 10.30 Uhr startet der Korso dann vom Netto-Parkplatz. Zunächst gehe es über die Landesstraße 1 und die Kreisstraße 111 nach Simonswolde. Denn auch auf dieser Straße fehle ein Radweg. „Das ist unsere dritte Demo“, sagt Degner. Vergangenes Jahr waren an die hundert Teilnehmer dabei. Auch dieses Mal werde der Korso wieder von den Ortsfeuerwehren abgesichert. „Wir kämpfen gemeinsam dafür, ans Fahrradwegenetz angeschlossen zu werden“, so Degner.

Die Kreisstraße 111 nach Simonswolde wurde mit in die Demonstrationsstrecke einbezogen. Auch hier fehlt aus Sicht der Ihlower ein Radweg. Foto: Kim Hüsing
Die Kreisstraße 111 nach Simonswolde wurde mit in die Demonstrationsstrecke einbezogen. Auch hier fehlt aus Sicht der Ihlower ein Radweg. Foto: Kim Hüsing

Landtagsabgeordnete sollen zu Wort kommen

Gerade im Hinblick auf die zu gründende Dorfregion zwischen Teilen Ihlows und Moormerland werde es Zeit, eine sicherere Verbindung zu schaffen, so die Organisatoren der Demo. Denn viele würden inzwischen auf das Fahrrad verzichten und lieber mit dem Auto zwischen den beiden Orten pendeln. „Das kann nicht im Sinne der Politik sein“, so Degner. In seinen Augen sei es dringlich, dass die gefährliche Strecke, die auch als Verbindung zur Autobahn fungiert, endlich einen Radweg erhält. Gerade Ältere würden durch die E-Bikes auch wieder mobiler. Das wolle man unterstützen.

Am Ziel am Dorfplatz in Oldersum soll es neben Bratwurst und Getränken auch einige Wortbeiträge geben. Denn die Organisatoren haben die beiden hiesigen Landtagsabgeordneten Saskia Buschmann (CDU) und Wiard Siebels (SPD) eingeladen. „Ich hoffe, dass viele mitfahren und auf die Dringlichkeit des Radwegs hinweisen“, so Degner.

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