Berlin Fahri Yardim fordert mehr Nacktheit für Hulk
In „Guardians of the Galaxy 3“ leiht Fahri Yardim dem Waschbären Rocket wieder seine Stimme. Im Interview wirft der Schauspieler große Fragen zum Marvel-Universum auf und macht Andeutungen über sein „Jerks“-Nachfolge-Projekt mit Christian Ulmen.
„Jerks“, seine gemeinsame Serie mit Christian Ulmen, hat Fahri Yardim gerade beendet. Das Marvel-Universum dagegen endet nie. Jetzt läuft „Guardians of the Galaxy, Volume 3; und wieder spricht Yardim den Waschbären Rocket. Vor dem Filmstart haben wir mit dem 42-Jährigen darüber gesprochen, was Christian Ulmen und er als Nächstes planen. Und über das größte Geheimnis der Marvel-Welt: Wieso reißen alle Klamotten von Hulk – nur die Unterhose nicht?
Frage: Herr Yardim, ist der neue „Guardians“-Film mehr als nur ein Feuerwerk? Hat er womöglich eine Botschaft?
Antwort: „Guardians of the Galaxy 3“ trägt seine Botschaft vielleicht nicht so vor sich her wie 80er- und 90er-Filme im Stil von „Free Willy“. Aber ich merke schon: Was an den „Guardians“ besonders hervorsticht, ist der Freundschaftsaspekt. Die Gruppe heilt. Die Gemeinschaft schlägt das Spalterische. Alle sind Freaks. Doch trotz aller Unterschiede, sie halten zusammen. Ein sehr zeitgemäßes Vorbild.
Frage: Ist Spaltung ein Thema, das Sie beschäftigt?
Antwort: Wen nicht? Es droht ja an allen Ecken. Das Autoritäre hat Zulauf, das Faschistoide bricht sich Bahn. Und wenn uns die Demokratie lieb ist, müssen wir sie leben. Wir sollten unsere Unterschiedlichkeit feiern. Wenn jemand anders eine andere Meinung als ich hat, dann sollte ich es bis zu einem gewissen Grad als Geschenk betrachten. Das Autoritäre verspricht vielleicht eine kurzfristig verheißungsvollere Vision. Langfristig wäre sie unser Untergang.
Frage: Sie haben gerade „Jerks“ beendet, Ihre gemeinsame Serie mit Christian Ulmen. Das Marvel-Universum endet offenbar nie. Bräuchte es da auch irgendwann einen Schnitt?
Antwort: Die Vielfalt hält Marvel frisch. Immerhin, die Palette reicht von Zauberern mit komischem Kragen, die irgendwelche Portale aufmachen, bis hin zu einem Typen, der vor lauter Wut grün wird, bis ihm die Hose platzt. Außer die Unterhose natürlich – was mich jedes Mal wieder verwirrt.
Frage: Fordern Sie mehr „Kink“ für Hulk? Mehr nackte Haut?
Antwort: Ich fordere mehr Nacktheit für Hulk. Was ist denn das für ein fauler Kompromiss! Wenn ihm alle Klamotten reißen – warum nicht auch die Unterhose? Hat der eine eigene Hulk-Unterhose, die alles aushält? Vielleicht trägt der unten drunter ja wirklich was Elastisches. Das sollte dringend thematisiert werden. Oder er zieht sich erstmal kurz um, wenn er wütend wird. Und irgendein anderer Superheld hält ihm dann das Handtuch.
Frage: Sie und Christian Ulmen haben ein Nachfolge-Projekt für „Jerks“ angekündigt. Verraten Sie, was das wird?
Antwort: Nur in Andeutungen. Es gibt uns sicherlich noch mal zusammen in neuen Experimenten. Nix Spruchreifes. Christian und ich rufen uns bisher nur an und erzählen von blödsinnigen Einfällen. Es wird sicherlich weiterhin bekloppt. Das kann man unbedingt versprechen.
Hier sehen Sie den Trailer zu „Guardians of the Galaxy Volume 3“: