Prozess vor Amtsgericht  Auricher vom Vorwurf der Urkundenfälschung freigesprochen

Christiane Norda
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Von Christiane Norda
| 02.05.2023 18:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Amtsgericht in Aurich. Foto: Romuald Banik
Das Amtsgericht in Aurich. Foto: Romuald Banik
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Freigesprochen vom Vorwurf der Urkundenfälschung ist ein 35-jähriger Auricher. Die Herkunft des falschen Dokuments blieb jedoch ein Rätsel.

Aurich - Vor dem Amtsgericht wurde am Montag ein 35-Jähriger aus Aurich von dem Vorwurf der Urkundenfälschung freigesprochen, nachdem er gegen einen entsprechenden Strafbefehl Einspruch erhoben hatte. Laut Staatsanwaltschaft sollte er als Mitarbeiter in einem Dienstleistungsunternehmen einem Kollegen die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang zum Brandschutz mit einem gefälschten Zertifikat bescheinigt haben, der diesen nie besucht hatte.

Als Subunternehmer eines anderen Dienstleisters hatte die Firma des Angeklagten diesem mit Personal ausgeholfen. Bei der Überprüfung der erforderlichen Unterlagen war dort ein Mitarbeiter über das Papier gestolpert. Nach Auskunft des Zeugen sei es im Nachhinein verändert worden. Bei der Überprüfung der Datei sei der Name des Angeklagten als letzter Benutzer verzeichnet gewesen. Auf Geheiß seines Chefs hatte der Zeuge Anzeige erstattet. Weitere Untersuchungen zum Ursprung des Dokuments hatte er nicht angestellt.

Angeklagter bestreitet die Tat

Der Angeklagte bestritt die Fälschung. Er habe keinen Grund, Urkunden dieser Art zu manipulieren, erklärte er. Die Kosten für die Teilnahme an besagtem Lehrgang seien gering im Verhältnis zu dem Ruf, den sein Unternehmen durch derartige Machenschaften zu verlieren habe. Auch sei er erst rund ein halbes Jahr, nachdem das Dokument erstellt worden war, in die Firma eingetreten.

Die Frage nach dem Ursprung des Dokuments blieb am Ende der Verhandlung offen, und auch, wie der Name des Angeklagten als dessen Urheber ins Spiel gekommen war, ließ sich nicht feststellen. Der Angeklagte nahm das Urteil erleichtert zur Kenntnis. „Ich find’s gut, dass das geklärt worden ist“, stellte er fest.

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