Spitzenspiel vor Spitzenkulisse Riepe gewinnt Derby vor rund 500 Zuschauern
Die Fußballer des TSV Riepe siegten in der Ostfrieslandklasse A mit 3:2 Toren beim SV Eintracht Ihlow. Das Spiel begann verspätet. Das lag aber nicht an den Fans.
Ihlow - Volksfeststimmung in Ihlow: Das Derby in der Fußball-Ostfrieslandklasse A, Staffel 3, zwischen Tabellenführer SV Eintracht Ihlow und dem Zweiten, dem TSV Riepe, lockte mehrere Hundert Zuschauer. Auch Pyrotechnik kam zum Einsatz. Die Riepster gewannen mit 3:2 Toren. Das Aufstiegsrennen bleibt spannend. Vor dem Einlass bildete sich eine lange Schlange Fußballbegeisterter. Geschätzt sahen zwischen 400 und 500 Zuschauer das Spitzenspiel. Riepe stand mit Blick auf den Aufstieg unter Druck. Ein Unentschieden war nicht genug. Das hätte den Ihlowern jedoch gereicht, um die gute Ausgangssituation im Aufstiegskampf wenigstens zu konservieren.
Das Spiel wurde mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen. Aber nicht wegen des Zuschauerandrangs. Die Spieler beider Teams trugen weiße Stutzen. Das bemängelte der Schiedsrichter. So musste erst ein Vertreter des TSV nach Riepe fahren, um blaue Stutzen zu besorgen. Der Riepster Fanclub war mit mehr als 40 Mitgliedern, angeführt von Riepes zweitem Vorsitzenden Heinz-Günter Denier, per Fahrradkorso angereist und begrüßte seine Mannschaft mit einer blau-weißen Pyroshow.
Aufstiegskampf bleibt spannend
In der 16. Spielminute Jubel bei den Riepster Anhängern. Kai Eilers setzte sich im Strafraum durch und traf zum 1:0. Nur elf Minuten später erhöhte Ralf Coordes mit einem Distanzschuss ins untere Eck zum 2:0. Im Gegenzug verkürzte Jannek Weber ebenfalls mit einem flachen Distanzschuss zum 1:2. Aufregung dann in der 54. Minute. Der Ball zappelte nach einem Schuss von Jannes Popp schon wieder im Ihlower Netz. Aber Aufatmen bei den Gastgebern. Der Unparteiische entschied auf Abseits.
Es blieb zunächst bei der knappen Riepster Führung. Bis zur 73. Spielminute. Da traf Jannik Klingenborg mit einem Freistoß zum vorentscheidenden 3:1. In der 85. Spielminute keimte dann noch einmal Hoffnung im Ihlower Lager auf, als Luca Wendeling zum 2:3 verkürzte. Ihre Schlussoffensive blieb jedoch ohne Erfolg. „Wir hatten zu Beginn einige individuelle Fehler, die Riepe effektiv nutzte. Dann hatten wir mehr Spielanteile. Das Tor zum 1:3 hat das Spiel dann leider vorentschieden“, ärgerte sich ein enttäuschter Ihlower Trainer Holger Stöter. Ähnlich analysierte Riepes Trainer Alwin Tierok-Heddinga das Spiel: „Leicht war es nicht. Aber wir haben vorne gute Leute, die immer für ein Tor gut sind. Im letzten Spieldrittel haben wir dann unsere Chancen genutzt und mit einem schönen Tor in der 73. Minute das Spiel vorentschieden.“
Ihlow – Riepe 2:3 (1:2)
SV Eintracht Ihlow: Bassler, Hoffmann, Wendeling, O. Ciaciak, Einnolf, Schmidt, Liebich-Flessner, Jannek Weber (57. de Buhr), Sienbels, Heilemann (63. Schmidtke), Rehling (46. U. Ciaciak).
TSV Riepe: Siebelds, Hallwaß (63. Polesch), Eilers, Popp (86. Tütje), Coordes (82. Kruczynski), Agena, Zytariuk, Oltmanns, Ubben (56. Klinkenborg), Fuchs, Taubert (90.+1 Taubert).
Tore: 0:1 (16. Eilers), 0:2 (27. Coordes), 1:2 (29. Jannek Weber), 1:3 (73. Klinkenborg), 2:3 (85. Wendeling).
Mit diesem Sieg haben jetzt die Riepster wieder die besseren Aufstiegskarten in der Hand. „Erstmal müssen die Nachholspiele gewonnen werden“, dämpfte Tierok-Heddinga die Euphorie. Und Stöter motivierte seine Mannschaft: „Wir dürfen den Kopf jetzt nicht hängen lassen.“