Wolf als Verursacher eingestuft  Schaf am Emder Stadtrand gerissen

| 25.04.2023 22:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Dieser Wolf wurde in einem Gehege im Wildpark Neuhaus im Solling fotografiert. Foto: DPA
Dieser Wolf wurde in einem Gehege im Wildpark Neuhaus im Solling fotografiert. Foto: DPA
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Rund einen Monat lang gab es aus Ostfriesland keine Meldungen über Wolfsrisse. Am Montagmorgen wurde ein totes Schaf in Uphusen entdeckt. Die Rissgutachter sind sich in der Einschätzung sicher.

Uphusen/Marienwehr - Nachdem rund einen Monat lang keine Nutztierrisse durch Wölfe auf der ostfriesischen Halbinsel gemeldet worden waren, hat ein Wolf nun ein Schaf am Stadtrand von Emden gerissen.

Das tote Tier sei der Landwirtschaftskammer am Montagmorgen gemeldet worden, sagte Wolfgang Ehrecke, Sprecher der Kammer, auf ON-Nachfrage.

Kehlbiss deutet auf einen Wolf hin

Die Rissgutachter seien vor Ort zu der Einschätzung gekommen, dass ein Wolf das Schaf getötet habe. Darauf deuteten der Kehlbiss und weitere Verletzungen des Schafs hin. Es handele sich bei dem Milchschaf um ein älteres Tier. Nach seiner Kenntnis gehöre es zu einer Herde von 30 Schafen, sagte Ehrecke. Weitere Tiere seien offenbar nicht zu Schaden gekommen.

Die Halter hätten nicht nur Schafe, sondern auch Kühe und Pferde, so der Kammersprecher. Trotz der sofortigen Einschätzung als Wolfsriss sei routinemäßig eine DNA-Probe genommen worden. Inwieweit diese nun untersucht werde, sei Sache des niedersächsischen Umweltministeriums.

Weidezaun entsprach nicht den geforderten Kriterien

Der Weidezaun an der Schafweide habe leider nicht den Vorgaben der „Richtlinie Wolf“ entsprochen, sodass die Emder Schafhalter nicht auf eine Entschädigung hoffen dürfen.

Nach seiner Kenntnis wolle sich die Familie nun aber bei den Herdenschutzberatern über die Möglichkeiten eines wolfsabwehrenden Zaunes und die Fördermöglichkeiten informieren, sagte der Sprecher. kab

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