Halle/Saale Warum VfL-Trainer Schweinsteiger von Osnabrücks Beermann schwärmt
Das Tor des Abends erzielte Ba-Muaka Simakala, aber das Sonderlob des Trainers bekam ein anderer. „Eule liebt es, zu verteidigen. Er weiß, wie man Zweitliga-Fußball spielt und zeigt das auch in der 3. Liga“, sagt Tobias Schweinsteiger nach dem Spiel über seinen Abwehrchef, der die Osnabrücker auch beim 1:0 in Halle als Kapitän auf den Platz führte.
Gemeinsam mit Maxwell Gyamfi war der 32-Jährige beim 1:0-Sieg des VfL am Freitagabend besonders gefordert. „Puh, ja, wir hatten heute einiges zu tun. Da kamen jede Menge Flanken rein“, sagt Beermann und atmet einmal tief durch. Die meisten davon entschärfte er mit dem Kopf. Fast genauso typisch gab er anschließend das Lob an seine Mitspieler weiter: „Was wir heute alle defensiv geleistet haben war richtig stark“, sagt Beermann und erinnert sich an ein ähnliches Ereignis vor zehn Jahren.
Am 20. April 2013 gelang dem VfL der bisher einzige Sieg (2:1) in Halle – mit einem damals wie heute starkem Beermann. „Halle liegt mir offenbar“, sagt der Innenverteidiger und lacht.
In der Saison danach verließ er den VfL und ging zum 1. FC Heidenheim in die 2. Bundesliga. 2020 kehrte Beermann zum VfL zurück. „Er hat in Heidenheim auf hohem Niveau verteidigt und tut es noch immer“, lobte Schweinsteiger und geriet danach regelrecht ins Schwärmen: „Er hat ein Auge für alles und ist sich für nichts zu schade – auf dem Platz und im Training. Er ist ein Vorbild für alle und er ist Osnabrücker. Ich bin froh, dass er in meinem Team ist.“
Beermann dagegen war nach dem 1:0 vor allem froh, dass es mal wieder ein Sieg in Halle geworden ist. „Nach dem 3:3 in der vergangenen Saison war es schwer für uns. Aber wir haben daraus gelernt“, sagt er und führt aus: „Wir hatten nicht viele Chancen, aber die erste haben wir genutzt.“
Es war das 15. Saisontor Simakalas – in der Drittliga-Historie des VfL hat kein Spieler mehr. Die Frage ist nur: Hat einer genauso viel? Diverse Datenbanken geben unterschiedliche Auskünfte. Einige führen Simon Zoller in der Saison 2012/13 mit 14 Treffern, andere mit 15. Was meint sein Ex-Mitspieler? „15“, sagt Beermann sofort. So sicher wie auf dem Platz.