Kinderbetreuung in Ihlow In „Dat Krabbelhuus“ ist Leben eingezogen
Die Kinderkrippe in Weene wurde offiziell eröffnet. Der ehemalige Bürgermeister erinnerte an die Bauphase. Dann wurde es emotional und bei der Krippenleiterin flossen Tränen.
Weene - Überglücklich sind Sonja Ubben, Leiterin der neuen Kinderkrippe „Dat Krabbelhuus“ in Weene, und ihre Mitarbeiterinnen, denn sie dürfen nunmehr in der Kinderkrippe arbeiten und sie mitgestalten. Das brachte die Krippenleiterin in einer Ansprache während der Feierlichkeiten zur offiziellen Einweihung des neuen Gebäudes vor Gästen aus Politik, Kirche und Verwaltung sowie Eltern und Kolleginnen aus anderen Krippen der Gemeinde zum Ausdruck. Zwischen ihnen tollten zahlreiche kleine Kinder herum. In Betrieb genommen war die Einrichtung bereits am 13. Oktober 2022.
„Für mich war das eine sehr spannende und aufregende Zeit und wie ein Sechser im Lotto. Ich hoffe, bis zum Rentenalter hierbleiben zu dürfen“, sagte Sonja Ubben lächelnd. Der Einzug sei etwas ganz Besonderes gewesen, den sie wohl nicht wieder vergessen werde. Was für ein Tag, sagte sie unter Tränen.
Ehemaliger Bürgermeister erinnert an die Planungen für den Bau
Konzipiert wurde der Bau von Bürgermeister Johann Börgmann, der während seiner Amtszeit die Bildungseinrichtungen im Blick hatte. Das sei der Schwerpunkt seiner Politik gewesen, bekannt er. Eigentlich sollten in allen fünf Bereichen Krippen eingerichtet werden, überall sei angebaut und umgebaut worden, in Weene war das jedoch nicht möglich. In Weene bot sich dann aber die große Chance, auf dem neben der Kita liegenden Gemeindegrundstück etwas richtig Neues zu machen, ein völlig neues eigenständiges Gebäude zu errichten, so Johann Börgmann, der noch einmal einen kleinen Rückblick hielt.
Nach dem Ratsbeschluss im August 2019 begannen die Planungen bis zur Fertigstellung. Von Beginn an waren Sonja Ubben und ihr Team mit eingebunden. Das sei eminent wichtig gewesen, denn alles wurde akribisch bis ins letzte Detail von ihnen durchdacht. Johann Börgmann ist überzeugt, dass das „Dat Krabbelhuus“ ein Highlight in der Gemeinde wird. Dafür werde schon das Team mit ihrer Leiterin Sonja Ubben sorgen, das im Oktober 2022 seine Arbeit aufgenommen hat und sofort engagiert zu Werke gegangen sei. Die Krippe sollte eigentlich vor seinem Ruhestand fertiggestellt sein; zwei Wochen zuvor konnte jedoch erst die Grundsteinlegung erfolgen. Umso mehr freue er sich, dass jetzt ein Prachtstück hier entstanden sei, meinte ganz angetan der ehemalige Verwaltungschef der Gemeinde Ihlow.
Krippenleiterin und ihr Team können bis zu 30 Kinder in zwei Gruppen betreuen
Für seinen Nachfolger Arno Ulrichs ist die Krippe ein wichtiger Beitrag, um auch künftigen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Gemeinde sei weiterhin auf einem guten Weg, sie plane weitere Maßnahmen an anderen Orten. Es gebe nichts Wichtigeres für die Kleinsten als optimale Startbedingungen, meinte der hiesige Landtagsabgeordnete Wiard Siebels (SPD), und die seien hier geschaffen worden.
In der Krippe „Dat Krabbelhuus“ können bis zu 30 Kinder in den beiden Gruppen „Bienengruppe und „Raupengruppe“ betreut werden, zurzeit sind es 27. Die Betreuung, so Sonja Ubben, sei recht umfangreich. Die Kleinen, die plötzlich ohne ihre Mama seien, müssten sich auf andere Kinder und Erwachsene einlassen, was nicht immer so einfach sei. Sie würden das Sozialverhalten mit anderen Kindern erlernen, zum Beispiel über Wahrnehmung und Bewegungsspiele. Bei ihnen sei Partizipation (Teilhabe, Mitbestimmung) sehr wichtig, so Sonja Ubben. Die Kinder können selbst entscheiden, was am Tag passiere. Wenn sie als Team um die Vorlieben der Kinder wissen, werden die aufgegriffen und umgesetzt.
Das Gebäude der Krippe wurde geplant vom Architekturbüro 3ing in Aurich. Der Bau besticht laut der Verwaltung der Gemeinde Ihlow durch gute Architektur, Einbindung der Nutzer in den Planungsprozess, flächensparende Planung, Strom und Wärmeversorgung durch erneuerbare Energien. Die Kosten der erteilten Aufträge belaufen sich auf 2.692.000 Euro; davon gehen noch ab Fördermittel KfW Effizienzhaus 55 plus 178.920 Euro und der Zuschuss vom Land Niedersachsen in Höhe von 360.000 Euro (je Gruppe 180.000 Euro).