Wechsel im Auricher Rat Von der Trainerbank in den Ratssaal
Im Auricher Stadtrat wird es einen Wechsel geben. Udo Haßbargen (SPD) verlässt das Gremium. Sein Nachrücker ist in Aurich kein Unbekannter.
Aurich - Im Auricher Rat steht ein Wechsel bevor: Udo Haßbargen (SPD) will sein Ratsmandat zurückgeben. Das bestätigte er auf ON-Anfrage. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei gewesen, dass die Ratsarbeit sehr viel Zeit in Anspruch nehme. „Das hat zuletzt doch viel Raum eingenommen“, sagt Haßbargen. Schließlich müsse ja auch die Arbeit auf seinem Hof noch erledigt werden. Zudem habe ihm sein Körper signalisiert, dass es an der Zeit sei, etwas kürzer zu treten. Nun könne er sich auf den Betrieb konzentrieren. Dort würden noch einige Projekte anstehen. Politisch wird Udo Haßbargen aber aktiv bleiben. „Dem Ortsrat Extum/Haxtum/Kirchdorf/Rahe bleibe ich weiter treu.“
Der Nachrücker für Udo Haßbargen ist in Aurich kein Unbekannter, auch wenn er bislang weniger politisch in Erscheinung getreten ist. Wolfgang Ladwig wird in die SPD-Fraktion aufrücken. Er war viele Jahre lang Trainer beim Auricher Handballverein OHV und trainiert seit 2020 die neu gegründete Herrenmannschaft des SV Eintracht Ihlow. Mit Erfolg: In dieser Saison spielte die Mannschaft in der Regionsliga, konnte sich dort an die Spitze spielen und steigt nun in die Regionsoberliga Ems-Jade auf.
Rückzug vom OHV 2009
Der Name Wolfgang Ladwig ist untrennbar mit dem Aufstieg und den Erfolgsjahren des OHV Aurich verbunden. Der Vorläufer des OHV war die Handballabteilung des PSV Aurich-West. Diese startete 1986 mit Ladwig an der Seitenlinie in der 1. Kreisklasse in Aurich. 1996 gewann die Mannschaft die Handball-Oberliga Nordsee und stieg somit in die damalige Handball-Regionalliga Nord auf. 1999 wurde von lokalen Geschäftsleuten und Handballverantwortlichen aus der Handballabteilung des PSV Aurich-West, der Ostfriesische Handball-Verein (OHV) Aurich gegründet. Höhepunkt der Erfolgsgeschichte: Am Ende der Saison 2003/2004 stieg die Mannschaft in die 2. Handball-Bundesliga auf und blieb dort insgesamt fünf Jahre.
Dann kam das abrupte Ende: Im Jahr 2006 zog Wolfgang Ladwig sich als Trainer zurück. Nachdem die Steuerfahndung sich 2007 mit dem Verein beschäftigt hatte und die Mannschaft von der zweiten Bundesliga in die Regionalliga abgestiegen war, konnte der OHV sich keinen hauptamtlichen Trainer mehr leisten. Wolfgang Ladwig kehrte zurück, ehe er sich 2009 endgültig von allen Ämtern innerhalb des OHV zurückzog.