München  VfL-Fans singen und tanzen im Augustiner - Polizei greift kurz ein

Susanne Fetter, Malte Goltsche
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Von Susanne Fetter, Malte Goltsche
| 10.04.2023 20:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ausverkaufte Gästekurve: 1500 Fans begleiteten den VfL nach München. Foto: www.imago-images.de
Ausverkaufte Gästekurve: 1500 Fans begleiteten den VfL nach München. Foto: www.imago-images.de
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1500 Fans begleiteten den VfL Osnabrück zum Spiel bei 1860 München. Viele nutzten den Anlass für ein Osterwochenende in Bayern. Rund um die Partie verlief alles ruhig. Nur am Vorabend gab es zwei kleinere Vorfälle in zwei Gaststätten, in denen sich einige Fans für den Wirt wohl etwas zu ausgelassen auf das Drittliga-Duell einstimmten.

Innerhalb von zwei Tagen gingen die Tickets vor einigen Wochen für das Gastspiel der Osnabrücker bei 1860 weg – nur an Dauerkarteninhaber und Mitglieder. Der „normale“ Verkauf wurde nicht einmal gestartet. Die Vorfreude der Anhänger war riesig. Einige nutzten das Spiel am Osterwochenende für einen Ausflug. Viele reisten schon am Tag vorher an.

So manch einer hatte sich vermutlich auch auf den obligatorischen Biergartenbesuch vor dem Spiel im Englischen Garten gefreut, der bei Nieselregen und kaltem Wind aber entfiel. Am Freitag besuchten rund 200 VfL-Fans – auch das hat Tradition – den Augustiner-Keller in der Arnulfstraße. Einige von ihnen sangen und tanzten auf den Tischen, was dem Wirt offenbar ein wenig zu ausgelassen geschah. Die gerufene Polizei unterbrach die Feierlichkeiten und bat die Fans, die Gaststätte zu verlassen. Laut „Münchner Abendzeitung“ zogen etwa 40 Anhänger weiter zum Augustiner in der Landsberger Straße. Auch hier sorgte die Polizei später noch einmal kurz für Ruhe. Zu strafrechtlich relevanten Fällen soll es nicht gekommen sein.

Frust in der Heimat: Es war ein hartes Einsteigen gegen Münchens Marcel Bär, das VfL-Flügelstürmer Noel Niemann in der 74. Minute die Rote Karte einbrachte. Aber war der Platzverweis auch korrekt? „Ich glaube, dass es keine Rote Karte ist“, sagte Trainer Tobias Schweinsteiger zunächst, nahm diese Einschätzung aber später zumindest teilweise zurück. „Es ist natürlich schwer für den Schiedsrichter, wenn ein Spieler sich ein paarmal um die eigene Achse dreht und sechs bis sieben Spieler auf ihn drauflaufen“, sagte Schweinsteiger über Referee Patrick Kessel und die Rudelbildung im Anschluss an das Foul. „Man kann sie geben, aber ich hätte auch verstanden, wenn er Gelb zeigt. Noel wollte in seiner Heimatstadt und gegen seinen Ex-Club eine ordentliche Leistung zeigen, das hat er nicht hingekriegt“, bilanzierte der Trainer.

Gast im Studio: Statt nach München zu fahren, war der gesperrte VfL-Profi Sven Köhler Gast im Studio des NDR-Sportclubs. Vor der Partie sagte ihm sein Gefühl: „Es fallen heute viele Tore – hoffentlich viele für Lila-Weiß.“ In der Analyse nach der Partie befand er: „Das ist eine empfindliche Niederlage. 3:0 ist vielleicht ein Tor zu hoch. Wir waren nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Der Sieg für die Löwen ist aber auf jeden Fall nicht unverdient.“

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