München  0:3 in München - warum die Fans des VfL Osnabrück dennoch sangen

Susanne Fetter, Malte Goltsche
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Von Susanne Fetter, Malte Goltsche
| 10.04.2023 18:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Starke Kulisse: 1500 lila-weiße Anhänger haben den VfL nach München begleitet. Foto: osnapix / Titgemeyer
Starke Kulisse: 1500 lila-weiße Anhänger haben den VfL nach München begleitet. Foto: osnapix / Titgemeyer
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Rund 1500 Fans begleiteten den VfL Osnabrück am Osterwochenende zum Spiel bei 1860 München. Nach der Niederlage sendeten diese ein besonderes Zeichen an die Mannschaft.

Vor etwas über einem Monat haben die VfL-Fans einen alten Klassiker wieder zum Leben erweckt. Nach dem 2:1 in Saarbrücken sangen die Osnabrücker schon vom Aufstieg und machten „das Lila-Weiße Licht“ an.

Nach dem 0:3 in München glimmt es nur noch leicht. Die Fans sangen dennoch nach dem Schlusspfiff. Bei kaltem Wind und Nieselregen blieb ein Großteil der 1500 Fans, die den VfL begleitet hatten, stehen und wartete auf die Mannschaft. Es gab eine kurze Ansprache am Zaun, aufmunternden Applaus und einen neuen alten Song. „Dritte Liga, tut schon weh, scheißegal, VfL.“

Ein Zeichen, das vermutlich sogar wichtiger und eindrücklicher war als der Moment in Saarbrücken. Siege feiern kann jeder. Die Aussage im Grünwalder Stadion: Wir stehen zusammen – auch nach zwei bitteren Niederlagen in Folge.

Geschlossen stand die Mannschaft auf dem Rasen, nahm die Gesänge und den Applaus wahr. Viele hatten die Köpfe gesenkt.

„Wir nehmen seit Längerem wahr, dass ein gutes Miteinander zwischen uns und den Fans entstanden ist, dass Leistungen honoriert werden. Das macht uns stolz“, sagte Trainer Tobias Schweinsteiger später. Ob es hilft, die Köpfe schnell wieder aufzurichten? „Natürlich hat es uns aufgebaut“, sagt Schweinsteiger: „Aber wir sind alle zu sehr Sportler. Wir nehmen das mit und wissen es zu schätzen. Niedergeschlagen sind wir trotzdem.“

Die Spieler nahmen es ähnlich wahr. „Wir sind erst einmal enttäuscht. Aber wir sind sehr dankbar über diesen Support“, sagte Innenverteidiger Timo Beermann und fügte an: „Die Fans honorieren unsere Leistung, und auch sie wissen, dass es weitergehen muss. Sie geben die Richtung vor.“ Und diese soll bald wieder nach oben zeigen. Sieben Spieltage sind es noch für den VfL – und die Fans an seiner Seite.

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