Provisorium in Neu-Ekels 20 Container für Krippenkinder
Die Gemeinde Südbrookmerland hat 20 Container für zwei Krippengruppen bestellt. Aufgestellt werden sollen sie in Neu-Ekels. Das hat sich die Gemeinde einiges kosten lassen.
Südbrookmerland - So schnell wie möglich will die Gemeindeverwaltung für mehr Krippen- und Kita-Plätze sorgen. Unter anderem soll ein neuer Kindergarten in Neu-Ekels entstehen. Bis der Neubau fertig ist, kann es aber noch dauern. Die größte Not soll bis dahin provisorisch angegangen werden.
Bei der ehemaligen Grundschule in Neu-Ekels soll bis zum 1. August eine Container-Krippe mit zwei Gruppen entstehen. Dafür macht die Verwaltung nun Tempo. 20 Container einer Firma aus dem Emsland wurden hierzu angemietet. 290.000 Euro soll das Ganze für zwei Jahre Mietzeit kosten. Die Trägerschaft dafür soll das Deutsche Rote Kreuz (DRK) übernehmen. Mit den 20 Containern erfülle man die Anforderung an die Unterbringung von Krippengruppen. Neben Ruhe-, Wickel-, Abstell- und Aufenthaltsräumen brauche man auch Flure und genug Platz fürs Personal, sagte Bürgermeister Thomas Erdwiens.
Neubau soll Container schnell ablösen
Man habe sich für die zusätzliche Schaffung der Krippengruppen entschieden, weil dort der Bedarf am größten sei, sagte Erdwiens. In den Neubau in Neu-Ekels sollen demnach später die beiden Krippengruppen und zusätzlich drei Kindergartengruppen einziehen, so Erdwiens.
Mit dem Container-Konzept hat die Gemeinde bereits in Moordorf gute Erfahrungen gemacht. Aber: Der Einrichtungsleiter merkte Ende Januar an, dass Reparaturen relativ lange dauerten. Die Container in Moordorf wurden von einer Firma in Hessen gestellt. Zudem hielten die Container nicht unbedingt lang. Sie sind in der Regel für eine Dauer von drei Jahren ausgelegt. In Moordorf laufe immer wieder Wasser in die Räume, hieß es im Januar.
Bau soll zwei Jahre dauern
Solche Probleme soll es in Neu-Ekels nicht geben. Man habe sich zunächst auf die Planung der Container konzentriert, nun ist der neue Kindergarten dran, sagte Erdwiens. Der Bau solle so schnell wie möglich beginnen. Das Ziel sei die Fertigstellung innerhalb von zwei Jahren.
Die Diskussion um den Kita-Neubau in Neu-Ekels gibt es inzwischen seit Jahren. Der Beschluss dazu kam bereits im Sommer 2021. Danach passierte lange Zeit nichts. Die SPD wurde an der Verwaltungsspitze von der FWG abgelöst. Vertreter der FWG waren seinerzeit gegen den Neubau gewesen. Im vergangenen Sommer gab es dann den neuen Beschluss – und wieder Streit. Die Mitglieder des Gemeinderates konnten sich nicht darauf einigen, ob es sich bei der Kita in Neu-Ekels nun um einen Neubau oder um einen Ersatzbau handeln soll.
Unendliche Diskussionen bis zum Beschluss
Grund dafür ist das in die Jahre gekommene Kita-Gebäude in Theene, ebenfalls in Trägerschaft des DRK. Sie wäre daraufhin geschlossen worden. Angesichts der Prognosezahlen zu den zu erwartenden Kita-Kindern brauche man die Kita nicht mehr, hieß es damals.
Nach vielen Wortbeiträgen einigte man sich schließlich auf den Neubau. Und das die Kita in Theene erst einmal geöffnet bleiben soll, solange die Anmeldezahlen stimmen. Bei Bedarf könne sie dann noch geschlossen werden.