Delmenhorst Kopfschuss in Delmenhorst: Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige erlassen
Nach umfangreichen Ermittlungen der Mordkommission sind im Kopfschuss-Fall in Delmenhorst jetzt Haftbefehle gegen zwei Männer erlassen worden. Diese sitzen bereits in Untersuchungshaft. Alle Details lesen Sie hier.
Nach dem Kopfschuss auf eine Frau an der Moltkestraße in Delmenhorst am 10. Februar hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag zwei Haftbefehle gegen zwei dringend tatverdächtige Männer erlassen. Das teilt die Polizei mit. Demnach befinden sich die beiden in Untersuchungshaft. Dabei handele es sich um einen 41-jährigen Bekannten der Frau sowie um den 35-jährigen Ex-Mann.
Nach der Tat, bei der eine 35-jährige Delmenhorsterin in ihrem Auto angeschossen und schwer am Kopf verletzt worden war, waren die beiden Männer festgenommen worden. „Von Beginn an gingen Ermittler von einer gezielten Tat gegen die Frau aus“, teilt Polizei-Sprecher Albert Seegers mit. Noch am selben Abend wurde ein 41-jähriger Delmenhorster mit Verbindungen zur Familie vorläufig festgenommen. Auch gegen den zunächst als Zeugen befragten 35-jährigen Ex-Ehemann wurde im weiteren Verlauf ein Tatverdacht begründet.
Albert Seegers erklärt: „Die kurz nach der Tat vorhandene Beweislage reichte für die Begründung eines dringenden Tatverdachts zunächst nicht aus.“ Deshalb seien beide Männer bereits einen Tag nach der Tat wieder aus der polizeilichen Gewahrsam entlassen worden.
Die eingerichtete Mordkommission hat den Polizeiangaben zufolge seit der Tat verschiedene Zeugen befragt und Beweismittel ausgewertet. „Aufgrund der umfangreichen polizeilichen Maßnahmen besteht gegen beide Männer mittlerweile nicht mehr nur der einfache, sondern der dringende Tatverdacht für die Begehung bzw. Beteiligung an der Tat“, sagt Albert Seegers. Darum seien nun Haftbefehle erlassen worden. Ob die Tatwaffe mittlerweile gefunden wurde, wollte er auf Anfrage dieser Zeitung aus ermittlungstaktischen Gründen nicht beantworten.