Neues Bad in Norddeich  Norder Bürgermeister hält an Eröffnungstermin für Freibad fest

| | 04.03.2023 07:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das alte Freibad in Norddeich gammelt langsam vor sich hin. Schon bald soll hier ein neues Becken gebaut werden. Foto: Rebecca Kresse
Das alte Freibad in Norddeich gammelt langsam vor sich hin. Schon bald soll hier ein neues Becken gebaut werden. Foto: Rebecca Kresse
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Sehen kann man es bei einem Blick auf das Freibad in Norddeich noch nicht, aber die Planungen für das neue Freibad laufen auf Hochtouren. Florian Eiben will höchstpersönlich mit anbaden.

Norddeich - Auch, wenn es bei einem Blick auf das Becken hinter dem Deich nicht so aussieht, der Neubau des Norder Freibades geht voran. Das bestätigten in dieser Woche sowohl Bürgermeister Florian Eiben als auch der Kurdirektor von Norden-Norddeich Stefan Krieger. Zwar sei der geplante Eröffnungstermin weiterhin ambitioniert, trotzdem halten sie daran fest. Angebadet werden soll laut Eiben im Sommer 2025. Der Kurdirektor stellte am Mittwoch im Tourismus- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Norden den aktuellen Stand der Arbeiten vor.

Demnach sind die Fachplanungen für das Becken, die Objektplanung für das Technikgebäude und die Elektroplanung beauftragt. Die Planung der Freianlagen und des Tragwerkes haben begonnen. Darüber hinaus hat es eine Ortsbegehung mit allen an der Planung Beteiligten gegeben. Dabei wurden sowohl die Freianlagen als auch der Technikkeller im Haus des Gastes genau unter die Lupe genommen. Und der hielt für die Planer eine weitere Überraschung bereit, wie Krieger mitteilte. Denn der Zustand des Technikraumes sei so schlecht, dass nicht nur die Technik selbst erneuert, sondern auch der Raum saniert werden müsse. „Die Substanz des Bodens ist so, dass noch einige weitere Maßnahmen erfolgen müssen, da werden noch einige Kosten auf uns zukommen, weil der Boden substanziell nicht geeignet ist, neue Technik aufzubauen und die alte einfach rauszunehmen“, sagte Stefan Krieger im Ausschuss.

Stadt braucht Wasserflächen, um Sportziele umzusetzen

Hinter den Kulissen sei aber trotzdem schon viel gearbeitet worden. So sei der Bedarf an Voruntersuchungen durch den Planer definiert worden. Für die Vergaben wurden Leistungskataloge durch den Planer erstellt und definiert. Jetzt würden die Ausschreibungen vorbereitet. Für die Maßnahmen im Deichvorland haben laut Krieger bereits Vorgespräche stattgefunden mit der Deichacht Norden, der unteren Deichschutzbehörde des Landkreises Aurich, dem NLWKN. Dabei gehe es rund um die Fragestellung des Freibadrückbaus. Denn, so teilte es Krieger mit, die Verwaltung überlegt, einen Antrag auf einen sogenannten vorgezogenen Maßnahmenbeginn bei der Förderstelle zu stellen. Dann könnten die Arbeiten für den Rückbau des alten Freibadbeckens schon früher beginnen als geplant. Hintergrund sei ein sehr enger Zeitplan auch im Rahmen der Förderung. „Eigentlich müssten wir im September schon anfangen mit dem Rückbau“, sagte Krieger. Das würde aber bedeuteten, dass die Baustelle auch während der Sturmflutzeit gesichert werden müsste. Das werde im Moment untersucht, was das auch an Kosten nach sich ziehen würde, so Krieger. Unter dem alten Becken sind laut Kurdirektor Pfählungen von mehreren Metern. Noch müsse geklärt werden, ob diese Pfählung im Deichvorland bestehen bleiben kann oder die Pfähle raus müssen, bevor neue Pfähle für das neue Becken gesetzt werden können. All das werde aber gerade untersucht, so Krieger.

Auch Bürgermeister Florian Eiben bestätigte bei der Vorstellung des Sportentwicklungsplanes für Norden: „Die Planungen laufen auf Hochtouren, der Kurdirektor ist dran.“ Derzeit warte die Verwaltung, die entsprechenden Beschlussvorlagen für die Aufsichtsgremien zu bekommen. In der Politik gebe es eine grundsätzliche Zustimmung. Natürlich müsse man weiter beobachten, wie sich die Kosten weiterentwickeln, so Eiben. „Aus der Politik habe ich aber bisher von niemandem gehört, dass er gegen den Neubau des Freibades ist“, sagte Eiben. Das ist auch für die Umsetzung der Ziele im Sportentwicklungsplan wichtig. Denn darin wurde unter anderem eine Schwimmoffensive für Norden vorgesehen. Und dafür werden weitere Wasserflächen benötigt, die das Freibad zumindest in den Sommermonaten bieten könnte.

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