Gefahrenabwehr  Stadt Norden legt sich auf Katastrophen-Schutzräume fest

| | 27.02.2023 13:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die KGS Hage-Norden soll einer von vier Anlaufstellen für die Bürger werden, wenn ein Katastrophenfall wie ein Blackout eintritt. Foto: Rebecca Kresse
Die KGS Hage-Norden soll einer von vier Anlaufstellen für die Bürger werden, wenn ein Katastrophenfall wie ein Blackout eintritt. Foto: Rebecca Kresse
Artikel teilen:

Was sollen Bürger im Fall eines Blackouts tun, wohin sollen sie gehen? Für die Stadt Norden hat die Verwaltung diese Fragen jetzt geklärt und dazu einen Gefahrenabwehrstab gebildet.

Norden - Nach monatelanger Suche hat sich die Stadt Norden jetzt für den Katastrophenfall auf vier sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme festgelegt. Das sind erste Anlaufstellen und Informationspunkte für die Bürger, die auch im Falle eines Blackouts oder einer akuten Gasmangellage über Strom und Heizung verfügen. Für die Stadt Norden wurden die Oberschule Norden, die Kooperative Gesamtschule (KGS) Norden, das Boßelheim Ostermarsch und Feuerwehrhaus Leybuchtpolder ausgewählt. Das teilte der Fachdienstleiter Bürgerdienste und Sicherheit, Christoph Carls, unserer Zeitung am Montag mit.

In diesen Katastrophenschutzleuchttürmen werden Mitarbeiter der Stadt eingeplant, die den Bürgern im Notfall helfend und beratend zur Seite stehen. Da eine Notstromversorgung an allen vier Standorten sichergestellt ist und dadurch auch das Beleuchten und Beheizen der Räumlichkeiten ermöglicht wird, ist sowohl ein kurzer Aufenthalt als auch das Laden von beispielsweise Akkus oder Smartphones möglich. Eine Lebensmittelversorgung ist nicht vorgesehen, teilte die Verwaltung mit. Die Gebäude wurden entsprechend der Empfehlung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgearbeitet, so die Mitteilung.

Verwaltung: Auch Bürger müssen für den Ernstfall vorsorgen

Weil Stromausfall-Szenarien derzeit im Bevölkerungsschutz eine hohe Bedeutung haben, fast alle kritischen Infrastrukturen von der Stromversorgung abhängig sind, mache dies entsprechend Notfallkonzepte nötig. Auch für andere denkbare Krisensituationen wie zum Beispiel Stürme, Brände oder Unfälle, sei eine Planung des Bevölkerungsschutzes nötig, heißt es in der Mitteilung. Um den Landkreis Aurich als Katastrophenschutzbehörde zu unterstützen, wurde bei der Stadt Norden ein Gefahrenabwehrstab gebildet. Dieser besteht aus dem Verwaltungsvorstand (Bürgermeister und Erster Stadtrat) sowie aus Mitarbeitern mit entsprechenden fachlichen Kenntnissen. Der Gefahrenabwehrstab soll im Krisenfall als zentrale Koordinierungsstelle dienen und wird laut Verwaltung sowohl in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und Polizei als auch dem Landkreis Aurich die Aufgaben der Gefahrenabwehr wahrnehmen. Die Mitarbeiter, die die Arbeit im Gefahrenabwehrstab neben ihrer normalen Arbeit erledigen, werden durch Schulungen und Übungen auf ihre künftige Arbeit vorbereitet.

Darüber hinaus arbeitet die Verwaltung daran, Lageräume vorzubereiten, sowie die interne und externe Kommunikation mit den Einsatzkräften und anderen Gefahrenabwehrbehörden sicherzustellen – auch, wenn möglicherweise das Mobilfunknetz ausfällt. Dafür werde an Funklösungen gearbeitet, heißt es aus dem Norder Rathaus. Hierfür würden Funklösungen erarbeitet.

Die Verwaltung weist darauf hin: Trotz der erarbeiteten Notfallkonzepte sei eine Notfallvorsorge durch die Bürger selbst dringend erforderlich. Diese umfasse unter anderem einen gewissen Vorrat an Lebensmitteln und wichtigen Medikamenten sowie das Bereithalten wichtiger Dokumente. Im Rahmen der Selbstvorsorge wird auf den Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) „Meine persönliche Checkliste“ hingewiesen.

Ähnliche Artikel