Hamburg „Letzte Generation“ setzt Blockaden wegen Jahrestag des Ukraine-Kriegs aus
Seit mehr als einem Jahr blockieren die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ Straßen in Deutschland. Am 24. Februar – dem Jahrestag des Ukraine-Kriegs – unterbrechen sie ihren Protest in Norddeutschland.
Autofahrer in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein können sich am Freitag, 24. Februar, auf fließenden Verkehr freuen: Die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ wollen an diesem Tag keine Straßen blockieren, da sich Russlands Überfall auf die Ukraine zum ersten Mal jährt. Das teilt die Gruppe auf Anfrage unserer Redaktion mit. Ob die Pause für ganz Deutschland gilt, sei noch nicht final entschieden, heißt es weiter. Es ist es bislang die erste Protestpause, die mit einem konkreten Anlass begründet wird.
Die Klimaaktivisten blockieren seit Januar vergangenen Jahres regelmäßig Straßen in ganz Deutschland. Ein Schwerpunkt liegt auf der Hauptstadt Berlin. Seit Februar dieses Jahres protestiert die Gruppe auch in anderen Regionen in ganz Deutschland. In Norddeutschland liegt der Schwerpunkt derzeit auf Hannover. Es hat aber auch schon Blockaden in den Städten Flensburg, Hamburg und Oldenburg gegeben.
Die Gruppe „Letzte Generation“ war nach einem Klima-Hungerstreik in Berlin entstanden und sorgt neben Straßenblockaden mit Aktionen in Kunstmuseen für Schlagzeilen. Die Aktivisten wollen damit auf den unzureichenden Kampf gegen die Erderhitzung aufmerksam machen und die Politik zum Handeln bewegen.
Bereits im November ließen die Aktivisten ihre Aktionen für einige Tage ruhen. Damals kündigte die Gruppe an, man werde die Zeit nutzen, um „die vielen Menschen, die sich der Bewegung aktuell anschließen, ordentlich zu trainieren und einzubinden, um mit noch mehr Menschen wiederzukommen.“