Dresden  Klima-Kleber Christian Bläul nach Jobverlust: Habe nun mehr Zeit für Klima-Aktionen

Mark Otten
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Von Mark Otten
| 21.02.2023 10:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Klima-Kleber Christian Bläul während einer Aktion im Dezember in Dresden. Foto: imago images/Sylvio Dittrich
Klima-Kleber Christian Bläul während einer Aktion im Dezember in Dresden. Foto: imago images/Sylvio Dittrich
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Christian Bläul gilt als Sachsens bekanntester Klima-Kleber. Nun hat er nach eigener Aussage seinen Job verloren und bezieht staatliche Leistungen. Dabei muss er noch rund 20.000 Euro an Strafgeldern zahlen.

Für die Teilnahme an europaweiten Straßenblockaden der „Letzten Generation“ nutzte der gelernte Physiker Christian Bläul bisher seinen Jahresurlaub. Gegenüber dem Lokalsender Sachsen Fernsehen sagte der 41-Jährige nun, dass ihm gekündigt worden sei: „Ich habe zwölf Jahre durchgearbeitet, bekomme nun erst mal finanzielle Unterstützung von der Agentur für Arbeit.“

Der zweifache Familienvater aus Dresden saß wegen Klimaprotesten bereits im Gefängnis in Schweden, klebte sich danach auch in Deutschland mehrfach an Straßen fest. Im Gespräch mit „BILD“ sagte Bläul: „Meine Strafbefehle summieren sich bisher auf rund 20.000 Euro.“

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Dafür habe er bisher sein Erspartes verwendet. Ohne Spenden müsse er die Strafen jedoch in Raten zahlen. Zuletzt hatte das Amtsgericht Dresden den Klima-Kleber zu einer Strafzahlung verurteilt – mit einem Tagessatz von 15 Euro, was einem monatlichen Einkommen von 450 Euro im Monat entspricht.

Im vergangenen Jahr hatte Bläul bei einer Klebe-Aktion gesagt: „Wenn wir nur brave Aktionen machen, ist die Reaktion der Politik zu langsam.“

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