Delmenhorst Nach Kopfschuss auf Delmenhorsterin: Polizei sucht nach weiteren Zeugen
Eine Woche nach dem Vorfall an der Moltkestraße in Delmenhorst, bei dem eine Frau von einem Schuss am Kopf getroffen wurde, laufen die intensiven Ermittlungen weiter. Das sagt die Polizei.
Genau eine Woche ist vergangen, seit dem Schuss auf eine 35-jährige Frau. Die Ermittlungen der Polizei und der zuständigen Mordkommission laufen seitdem in vollem Umfang und mit Nachdruck. Die Tat an der Moltkestraße am Freitag, 10. Februar, bei der der Frau, die mit ihren drei Kindern mit dem Auto unterwegs war, von einem Radfahrer mit einem Schuss durch die Scheibe eine schwere Kopfverletzung zugefügt worden war, ist noch nicht aufgeklärt. Es sind weiterhin noch viele Fragen offen.
Die Polizei veröffentlichte daher am Freitagnachmittag einen Zeugenaufruf. Darin heißt es: „Die Ermittlerinnen und Ermittler bitten nun darum, dass sich Zeuginnen und Zeugen melden, die bislang noch nicht den Kontakt zur Polizei gesucht haben oder befragt wurden.“ Die Ermittler hoffen auf Aussagen von Personen, die am Freitag, 10. Februar, zwischen etwa 15.30 und 16.30 Uhr, auffällige Personen- oder Fahrzeugbewegungen an der Moltkestraße oder in der näheren Umgebung festgestellt haben. Insbesondere werden Personen gesucht, die sich in der unmittelbaren Tatzeit zwischen 16 und 16.05 Uhr an der Moltkestraße aufgehalten haben. Diese werden gebeten, sich unter Telefon (0 42 21) 1 55 90 bei der Polizei zu melden.
Zwei Männer gelten noch immer als tatverdächtig: der Ehemann der Frau, sowie ein weiterer Mann, der der Familie nahestehen soll. Beide sind auf freiem Fuß.
Die Polizei, die bei einer groß angelegten Aktion in der Graft mit Tauchern am Montag vor allem die Tatwaffe gesucht hat, hält sich mit Nachrichten hinsichtlich des Ermittlungsstandes weiterhin zurück. Ob die Polizei in der Graft fündig geworden ist, verrät sie nicht. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Aus ermittlungstaktischen Gründen werden wir derzeit keine Zwischenergebnisse veröffentlichen“, wiederholt Polizeisprecher Albert Seegers auf Nachfrage dieser Zeitung und ergänzt: „Wir haben den Tatort und die Umgebung mit großem Aufwand abgesucht und werten die Spuren aus.“