Iserlohn  Frauen-Bande verführt Männer zu Sex-Spielen vor Kamera und erpresst sie dann mit Videos

Maria Lentz
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Von Maria Lentz
| 16.02.2023 10:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Männer, die vor dem PC onanieren, können aktuell in eine unangenehme Lage kommen: Frauen, die sie erst verführen, erpressen sie dann mit Videos. Foto: Imago Images/Panthermedia/Andrey Popov
Männer, die vor dem PC onanieren, können aktuell in eine unangenehme Lage kommen: Frauen, die sie erst verführen, erpressen sie dann mit Videos. Foto: Imago Images/Panthermedia/Andrey Popov
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Sie bringen Männer dazu, vor dem PC zu masturbieren und drohen im Anschluss damit, das Video-Material zu veröffentlichen. Die Polizei warnt aktuell vor der Onanie-Falle einer Frauen-Bande.

Vor einer Falle, die Männer in eine sehr unangenehme Lage bringen können, warnt im Moment die Polizei in Nordrhein-Westfalen: Freizügig gekleidete Frauen verführen die Herren zu Sex-Spielen vor dem PC – bei laufender Kamera. Anschließend erpressen sie sie mit den Videos, wie die „Bild“ unter Berufung eines Polizeisprechers berichtet.

Vorgekommen sei das in den vergangenen Tagen vor allem im Raum Iserlohn, aber auch in Teilen des Ruhrgebiets. Es ist die Rede von „Erpressung auf sexueller Grundlage“.

Wie gehen die Erpresserinnen vor? In sozialen Netzwerken suchen sie den Kontakt zu ihren späteren Opfern. In einem Live-Chat präsentieren sie sich dann nackt und animieren die Männer dazu, es ihnen gleich zu tun. Das Ganze nehmen sie auf.

Die Folge: Nach den Sex-Spielchen verlangen die Frauen bis zu 1000 Euro. Anderenfalls würden sie die Videos, in denen die Männer masturbieren, im Internet veröffentlichen.

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Selbst wenn auf die Erpressung eingegangen werde, sei es nicht vorbei. Laut „Bild“ zahlte ein Mann in Dortmund Anfang Februar das Geld und habe danach die Aufforderung bekommen, noch mehr zu zahlen. Erst dann habe er Anzeige erstattet.

Dass die Frauen-Bande es ernst meint, zeigt ein anderer Fall, in dem sich ein Mann geweigert habe Geld zu überweisen. Später habe er sein Onanie-Video in einer Facebook-Gruppe wiedergefunden. Die Polizei ermittelt in mehreren Städten. Den Täterinnen drohen bis zu 15 Jahren Haft, wie eine Strafrechts-Expertin der „Bild“ sagte. Denn sie erpressen nicht nur, sondern handeln offenkundig gewerbsmäßig.

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