Hannover Hundekot-Attacke: Niedersachsens Ministerpräsident mahnt personelle Konsequenzen an
Nach dem Hundekot-Angriff auf eine Journalistin in der Staatsoper Hannover meldet sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zu Wort. Er nennt die Attacke durch Ballettchef Marco Goecke „widerwärtig“.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat die Hundekot-Attacke auf eine Journalistin am Wochenende in der Staatsoper Hannover scharf verurteilt. „Ich mochte die Berichte zunächst kaum glauben. Das ist ein widerwärtiger Vorfall und weit weg von einem auch nur ansatzweise akzeptablen Verhalten“, sagte der SPD-Politiker im Gespräch mit unserer Redaktion.
Der Regierungschef bezeichnete den Vorgang als „unterirdisch“ und ist der Überzeugung, dass er nicht folgenlos bleiben kann. Er werde sich zwar nicht in die Leitungsbefugnisse der Staatsoper einmischen, „aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass so etwas ohne personelle Konsequenzen bleibt“, erklärte Weil.
Der Ballettchef der Staatsoper Hannover, Marco Goecke, hatte am Samstagabend im Foyer des Opernhauses in Hannover eine Journalistin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ mit Hundekot beschmiert. Zuvor hatte er ihr vorgeworfen, immer „schlimme, persönliche“ Kritiken zu schreiben.
Trägerin der Staatsoper Hannover ist das Land Niedersachsen. Das Haus suspendierte seinen Ballettdirektor zunächst und erteilte ihm ein vorläufiges Hausverbot.