Haus „Brakhuis“ in Walle Märkte sichern das Überleben des Vereins
Hohe Energiekosten machen dem Förderverein Walle weiter zu schaffen. Der Unterhalt der denkmalgeschützten Begegnungsstätte frisst die notwendigen Rücklagen auf.
Aurich - Die Nachricht schlug Wellen im Dorf: Mitte November verkündete der Förderverein Walle als Eigentümer des denkmalgeschützten „Brakhuis“, dass ihn die hohen Energiekosten an den Rand der Belastbarkeit bringen. „Wir sind noch nicht über den Berg“, erklärt der Vereinsvorsitzende Holm Eggers jetzt im Gespräch mit den ON. Monatliche Mehrkosten von 300 Euro seien zu schultern. Mussten vor der Energiekrise 204 Euro für Strom und Gas bezahlt werden, seien es heute mehr als 500 Euro. Erste Hilfe brachte eine Spendenaktion im Winter, bei der mehr als 600 Euro zusammenkamen, wie der Vorsitzende berichtet. „Damit konnten wir die Mehrkosten aus zwei Monaten decken“, so Eggers weiter.
Die Gefahr für den Verein lauert aber an einer anderen Stelle: „Die zusätzliche Belastung frisst unsere Rücklagen auf“, nennt der Wallster das Problem. Denn als Eigentümer der Begegnungsstätte müsse der Verein auf unvorhergesehene Dinge vorbereitet sein. „Unser Ziel ist es, unser Guthaben nicht über Gebühr zu belasten“, spricht er davon, dass die Rücklagen im vergangenen Jahr um die Hälfte geschrumpft seien. „Ein Großspender hat uns zum Glück helfen können.“
Kunsthandwerkermärkte leisten wichtigen Beitrag
Wichtige Einnahmequellen seien für den Verein auch die regelmäßigen Veranstaltungen. „Natürlich möchten wir damit das dörfliche Leben fördern“, sagt der Vorsitzende im ON-Gespräch, erklärt aber weiter, dass gerade die beiden Kunsthandwerkermärkte einen notwendigen finanziellen Beitrag leisten würden, um das unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu erhalten.
Der erfolgreiche Verlauf eines Veranstaltungswochenendes sei für den Verein sehr wichtig. „Die Veranstaltungen sichern ein Stück weit unser Überleben“, macht Eggers deutlich. Darüber hinaus werde der Vereinshaushalt aus den Beiträgen der rund 70 Mitglieder und aus den Vermietungen der Begegnungsstätte gefördert.
Traditioneller Ostereiermarkt im Februar
Ansonsten sei der Verein bemüht, sparsam zu wirtschaften. „Im Rahmen unsere Möglichkeiten wird Energie gespart“, spricht Eggers davon, mehrere Veranstaltungen auf einen Tag zu konzentrieren. Als Beispiel nannte er den 8. März, wo sich nachmittags die Bingo-Runde im Brakhuis treffe und abends ein Diät-Kurs tage. „So brauchen wir unseren Veranstaltungsraum nur für einen Tag aufheizen“, erklärt der Wallster.
Für den jetzt anstehenden 26. Ostereiermarkt (25./26. Februar, 10 bis 17 Uhr) und die Auswahl der insgesamt 13 Aussteller zeichnet traditionell Karin Schwarz verantwortlich. Bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit wird die Wallsterin vom weiteren Fördervereinsvorstand unterstützt. „Der Ostereiermarkt kommt für uns zur richtigen Zeit“, sagt Eggers weiter, denn so könne der Verein den Mehraufwand für die Energiekosten zu Jahresbeginn decken. Flankierende Angebote wie ein Kaffee- und Kuchenbüffet als zusätzliche Einnahmequelle an einem Veranstaltungstag würden obendrein weiterhelfen.