Hamburg 187 Strassenbande aus Hamburg: Darum steht Rapper Maxwell wieder vor Gericht
Prozesse gegen Mitglieder der Hamburger Rap-Gruppe sind ein Medienereignis. Am Donnerstag, 16. Februar, könnte es vor dem Amtsgericht Wandsbek das nächste Spektakel geben. Der Angeklagte hat es so gewollt.
Erneut steht ein Musiker der Hamburger Rap-Combo 187 Strassenbande vor Gericht. Maxwell Kwabena S. (29) muss sich am Donnerstag, 16. Februar, wegen Polizistenbeleidigung vor dem Amtsgericht Wandsbek verantworten. Er war erst im Jahr 2020 wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Waffenbesitzes zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt worden.
Dem aktuellen Prozess liegt laut Staatsanwaltschaft ein Vorfall aus dem Juli 2021 zugrunde. Maxwell – wie er sich als Künstler nennt – war als Beifahrer eines Mercedes in Hamburg in eine Polizeikontrolle geraten. Der Deutschrapper habe die beiden Polizeibeamten dabei beleidigt, unter anderem soll er sie als „Spastis“ bezeichnet haben. Die Beamten erstatteten Anzeige.
Den Auftritt vor Gericht hätte sich der Gangster-Rapper dennoch ersparen können. Das Amtsgericht ahndete die mutmaßliche Beleidigung mit einem Strafbefehl über 70 Tagessätze. Hätte Maxwell gezahlt, wäre es nicht zur mündlichen Verhandlung gekommen. Doch er legte Einspruch ein, weshalb er nun vor dem Amtsrichter erscheinen muss. Die Gesamthöhe der verhängten Geldstrafe betrug laut „Bild“-Zeitung 70.000 Euro. Das Gericht habe die täglichen Einnahmen des 187-Mitglieds auf 1000 Euro geschätzt.
Ärger mit der Justiz ist für den 29-Jährigen nichts Neues. 2018 hatte die Polizei in der Wohnung des Rappers Marihuana, Kokain, einen Schlagring sowie ein Einhandmesser gefunden. Nachdem ihm das Amtsgericht St. Georg dafür 20.000 Euro Strafe aufgebrummt hatte, zeigte sich der Hamburger wenig einsichtig. Im Gegenteil. Vor Fotografen posierte Maxwell anschließend auf der Straße mit einem Joint und einem Geldbündel.
Sein Bandkollege Gzuz hat erst vor vier Wochen eine neuerliche Haftstrafe angetreten. Der Frontmann der Strassenbande muss acht Monate und zwei Wochen absitzen, unter anderem wegen Körperverletzung und Verletzung des Waffengesetzes.
Die Hamburger Rap-Truppe ist eine der erfolgreichsten hierzulande. Ihre Sampler erreichten mehrfach Platz eins der Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Kritiker stören sich an teils sexistischen und gewaltverherrlichenden Texten der Band.