Spundwände am Großen Meer Sanierung lässt weiter auf sich warten
Noch im vergangenen Jahr bestand die Hoffnung, dass die maroden Spundwände am Großen Meer zügig erneuert werden können. Nun kommt es anders. Ein wichtiger Termin kann wohl nicht gehalten werden.
Bedekaspel - Weiter Warten heißt es bei der Südbrookmerland Touristik GmbH auf neue Spundwände am Großen Meer. Die Sanierung wird weiter verschoben, teilt der Geschäftsführer der Touristik GmbH, Simon Willms, mit.
Ende Oktober bestand noch die Hoffnung, dass bis Ende des vergangenen Jahres mit den Arbeiten begonnen werden könne. Das hat sich allerdings zerschlagen. Aktuell laufen die Ausschreibungen noch, sagt Willms. Richtlinien müssten eingehalten werden, Firmen müssten sich erst bewerben. Das dauere alles, sagt Willms. Hinzu komme, dass die Arbeiten auch in die Terminpläne der Firmen passen müssen.
Spundwände am Großen Meer sind marode
Für die Touristik GmbH kommt noch ein weiteres Problem hinzu. Weil sich der Beginn der Arbeiten nach hinten verschiebt, werden sie voraussichtlich nicht bis zum Saisonstart im März fertiggestellt werden können, vermutet Willms. Er geht davon aus, dass der Abschluss erst im Mai möglich ist.
Auf die Sanierung der Spundwände am Großen Meer drängt die Touristik GmbH schon seit dem vergangenen Sommer. Sie sind stellenweise in einem schlimmen Zustand. Bretter sind morsch oder sogar schon weggebrochen. Wasser läuft hinter die Spundwände und weicht den Boden auf. An einigen Stellen wird die Erde ausgespült. Eigentlich dienen die Spundwände am Großen Meer der Landsicherung. Aktuell dringt das Wasser durch die schadhaften Stellen und trägt immer mehr Erde ab.
Wetter ist die Ursache für den Zustand
Dass die Spundwände in so einem schlechten Zustand sind, liegt unter anderem am Wetter. Bereits in den vergangenen dreieinhalb Jahren habe man vor allem im Winter hohe Wasserstände gehabt, sagte Willms im vergangenen Sommer. Zum Überlaufen hätten dann vier Wochen Hochwasser vor knapp einem Jahr geführt. Das Große Meer dient bei erhöhten Niederschlagsmengen als eine Art Rückhaltebecken für die umliegenden Ortschaften.
Nicht nur ästhetisch sind die brüchigen Spundwände am Großen Meer ein Problem. Durch die aufgeweichte Erde und morschen Bretter besteht die Gefahr, dass sich Besucher bei einem Spaziergang am Wasser verletzen könnten.
Kosten sind noch nicht klar
Willms hofft, dass die Arbeiten so schnell wie möglich beginnen können. Jedoch werde es sich wohl nicht ganz verhindern lassen, dass Besucher durch Maschinen bei ihrer Erholung gestört werden. Jedoch werde man alles daran setzen, zumindest in der Hauptsaison während der Sommerferienzeit keine Baustelle am Großen Meer zu haben.
Offen ist noch, wie viel das ganze Kosten wird. Da man sich noch in den Ausschreibungen befinde, könne man noch nichts genaues sagen, so Willms. Vor einem Jahr schätzte er, dass 100 Meter Spundwand 50.000 bis 100.000 Euro kosten werden.
Zunächst sollen die schlimmsten Stellen erneuert werden. Für Willms ist das besser als nichts. Jedoch wünscht er sich, dass nach und nach die Spundwände, wo es nötig ist, erneuert werden. Dazu gebe es aber aktuell nicht genug Geld. Deswegen werde man sich vorerst auf einzelne Ausbesserungen beschränken.