Boßel-Landesliga  Pfalzdorf ist bereit für die große Meister-Sause

| | 06.02.2023 17:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Claus-Dieter Siebolds steht mit Pfalzdorf praktisch als Meister fest.Foto: Wilfried Gronewold
Claus-Dieter Siebolds steht mit Pfalzdorf praktisch als Meister fest.Foto: Wilfried Gronewold
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Pfalzdorf ist der Landesliga-Titel nach dem Derbysieg in Dietrichsfeld wohl nicht mehr zu nehmen. Der Kampf um die Plätze zwei und drei bleibt dagegen spannend.

Ostfriesland - Spektakuläre Wettkämpfe mit beeindruckenden Auswärtssiegen: Der 13. Spieltag in der Boßel-Landesliga der Männer war ein Festtag für die Liebhaber des Friesensports. Meister Pfalzdorf steht nach dem Auswärtssieg im Pfälzerderby in Dietrichsfeld kurz vor der Titelverteidigung. Die Verlierer des Spieltages kommen aus Schirumer Leegmoor und Rahe. Beide Auricher Mannschaften ließen wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei und drei liegen. Ostfrisia verlor am Kukelorum mit zehn Würfen gegen Reepsholt, Schirumer Leegmoor kassierte sogar 15 Würfe in Westeraccum.

Dietrichsf. - Pfalz. 2:10

-6,081/-3,08/-0,090/2,041

Für Pfalzdorf war es ein Meilenstein in Richtung Titelverteidigung. Sieben Punkte Vorsprung bei noch fünf Wettkämpfen und zwei Heimwettkämpfen in Folge: „Das müsste es eigentlich gewesen sein, auf jeden Fall war es ein großer Schritt für uns“, denkt auch Pfalzdorfs Mannschaftsführer Mathias Cremer. Bei schwachen Dietrichsfeldern reichte dem Meister eine durchschnittliche Leistung. „Eigentlich hat nur unsere erste Holzgruppe geglänzt“, so Cremer.

Dietrichsfelds Kapitän Matthias Niendieker sah sogar die schlechteste Saisonleistung – und das ausgerechnet im Derby. „Wir haben aber stark angefangen. Im ersten Drittel hatten wir alles im Griff und waren drei vorne. Danach war es nicht mehr berauschend, Pfalzdorf hat aber auch jeden unserer Fehler ausgenutzt“, so Niendieker.

W´accum - Leegm. 15:0

6,102/-0,079/4,055/4,085

Rückschlag für Schirumer Leegmoor im Kampf um die Plätze zwei und drei: Bei formstarken Westeraccumern kam die Mannschaft um Teamkapitän Jannes Koch mächtig unter die Räder und rutschte auf Platz vier in der Landesliga-Tabelle ab. Nur in der zweiten Holzgruppe sicherten sich die Gäste einen knappen Detailerfolg. „In den anderen drei Gruppen gab es für uns nichts zu holen“, sagte Leegmoors Mannschaftsführer. Trotz der deutlichen Niederlage ist Koch optimistisch, was die letzten fünf Spieltage angeht. „Wir haben ein gutes Restprogramm. Die Niederlage in Westeraccum war der erste richtige Ausrutscher in dieser Saison. Sie haben Revanche genommen für das Pokalaus“, so Teamkapitän Koch.

Rahe - Reepsholt 3:13

3,110/-5,087/-4,048/-4,060

Die Ostfrisia hat im Kampf um Platz drei gegen einen starken Gegner wichtige Punkte liegengelassen. „Reepsholt warf wie in alten Zeiten. Die Gäste erzielten häufig doppelte Würfe und machten kaum Fehler. Selbst wenn wir unsere zweitbeste Heimleistung abgerufen hätten, wäre es wahrscheinlich nur zu einem Unentschieden gekommen“, sagte Rahes Mannschaftsführer Gert Mimke Köllmann.

Mit 185 Würfen war Reepsholt die bislang zweitbeste Gastmannschaft (Pfalzdorf 181) am Kukelorum. Für einen Punkt oder einen Sieg hätte Rahe die Durchschnittsleistung um ganze vier bis fünf Würfe unterbieten müssen.

Die erste Holzgruppe der Rahester warf als einzige einen guten Wettkampf und schlug die Gäste. Die Reepsholter Holz II zeigte einen bärenstarken Wettkampf und kam mit unglaublichen 43 Würfen über das Ziel. „Das wird bei uns nicht häufig geworfen“, sagt Köllmann. Den Kampf um den dritten Platz will Köllmann noch nicht ganz aufgeben. „Aber mit unserem Wurfverhältnis, der Konkurrenz und dem Restprogramm ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir das Ergebnis der letzten Saison wiederholen.“

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