Auricher Urteil rechtskräftig  Haftstrafen gegen Schleuser bestätigt

Neelke Harms
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Von Neelke Harms
| 06.02.2023 16:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im Januar des vergangenen Jahres begann vor dem Landgericht Aurich der Prozess gegen die vier Männer. Foto: DPA
Im Januar des vergangenen Jahres begann vor dem Landgericht Aurich der Prozess gegen die vier Männer. Foto: DPA
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Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat Entscheidungen des Landgerichts Aurich geprüft und die Revision zweier Angeklagter verworfen. Sie hatten Geflüchtete illegal nach Deutschland gebracht.

Aurich/Karlsruhe - Vier Syrer aus Leer haben 2020 und 2021 Geflüchtete illegal nach Deutschland eingeschleust und Ausweispapiere gefälscht. Das sah das Landgericht Aurich im März vergangenen Jahres als bewiesen an und verurteilte die Männer zu Haftstrafen – teilweise auf Bewährung. Zwei der Angeklagten wollten sich damit jedoch nicht zufriedengeben.

Der 36-jährige Hauptangeklagte und sein 33-jähriger Bruder legten Revision ein. Doch auch vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hatten sie keinen Erfolg. Das oberste Gericht sah keinen Grund, das Auricher Urteil anzufechten, und verwarf den Antrag der Brüder.

Im Kofferraum über die Grenze

Damit ist das Urteil rechtskräftig: Der 36-Jährige, der als Kopf der Gruppe galt, muss für drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Die Haftstrafe seines 33-jährigen Bruders, ein Jahr und vier Monate, wurde zur Bewährung ausgesetzt. Ebenso die eines weiteren Angeklagten in Höhe von zehn Monaten. Der vierte Angeklagte, ein 25-Jähriger, hatte gegen seine zehn Monate lange Freiheitsstrafe kein Rechtsmittel eingelegt und das Urteil des Auricher Gerichts akzeptiert.

2020 sollen die Männer die Einschleusung mehrerer syrischer Staatsangehöriger nach Deutschland organisiert und dafür Geld bekommen haben. Dazu flog der 26-jährige Angeklagte mehrmals nach Griechenland, um die Personen zu begleiten und gefälschte Ausweispapiere zu übergeben. Im Februar 2021 kam es dann zu einer weiteren Schleusung von neun Personen. Zwei der Angeklagten brachten insgesamt neun Personen in einem Kofferraum illegal nach Deutschland.

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