Hallenfußball  Die Hallenkönige kommen aus Firrel

Gerd-Arnold Ubben
|
Von Gerd-Arnold Ubben
| 05.02.2023 18:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Jubel nach dem vierten Titel bei ostfriesischen Hallenturnieren. Firrels Kapitän Lukas Koch präsentiert den Sparkassen-Pokal.Fotos: Gerd-Arnold Ubben
Jubel nach dem vierten Titel bei ostfriesischen Hallenturnieren. Firrels Kapitän Lukas Koch präsentiert den Sparkassen-Pokal.Fotos: Gerd-Arnold Ubben
Artikel teilen:

Für den Landesligisten war der Titel beim Sparkassen-Cup beim SV Großefehn der vierte in Folge. Im Finale spielte ein Auricher Vertreter lange gut mit.

Großefehn - Nach der Leeraner Kreismeisterschaft, dem Aurich-Cup und Timmeler Wintercup nun der Sparkassen-Cup in Großefehn. Für GW Firrel war es am Sonnabend der vierte Turniererfolg in Serie. „Es war unser Ziel, das Turnier in Großefehn zu gewinnen. Eine Gruppe von uns hat hier heute gespielt, die andere hat über Tag gut trainiert. Meine Jungs haben das wieder super gemacht. Seit zwei Wochen bereiten wir uns durch Lauftraining auf die Rückserie in der Landesliga vor, kommende Woche stehen intensive Spieleinheiten an. Das Turnier war für uns eine angenehme Abwechslung“, freute sich Bernd Grotlüschen, seit acht Jahren Spielertrainer beim SV Grün-Weiß Firrel, über den Erfolg.

Im Endspiel trafen die Firreler auf den TuS Middels, den sie schließlich mit 6:2-Toren besiegten. Zunächst sah es nicht danach aus, ging Middels doch mit 1:0 in Führung. Doch zwei unglückliche Eigentore unmittelbar vor dem Seitenwechsel, im Finale wurden zwei mal zehn Minuten gespielt, brachten die Auricher ins Hintertreffen. Danach spulten die Grünen ihr Programm ab und gewannen am Ende souverän.

Budenzauber nach drei Jahren Abstinenz

„Es hat Spaß gemacht, wieder einmal vor vielen Zuschauern in der Halle zu spielen bei einem hervorragend organisierten Turnier“, meinte TuS-Trainer Bruno Mönck.

Ihr Verderben im Finale sei gewesen, dass nur sechs Spieler zur Verfügung standen. Letztlich habe man deshalb die Firreler zu den Toren eingeladen, obwohl sie auch die eine oder andere Chance gehabt hätten. Das Ergebnis sei seiner Meinung nach einen kleinen Tick zu hoch. Gefreut habe ihn, dass die Mannschaften spielerisch die Dinge gelöst hätten, es sei eben keine Bolzerei gewesen. Während die Firreler nach der Vorrunde im Halbfinale dem SV SF Larrelt im Halbfinale mit 5:0 das Nachsehen gaben, konnte sich der TuS Middels erst durch ein 5:4 im Neunmeterschießen für das Finale qualifizieren. Für den Sieg kassierten die Grün-Weißen 500 Euro, der TuS Middels erhielt 300 Euro, TuS Esens als Dritter 200 Euro, Platz 3 wurde im Neunmeterschießen ermittelt.

Der Vierte aus Larrelt erhielt auch noch 100 Euro. Froh war Turnierleiter Alexander Wiese, der seit der ersten Auflage in den verschiedensten Funktionen dabei ist, dass nach drei Jahren Abstinenz wieder gespielt werden konnte. Die wohl zurzeit stärksten ostfriesischen Mannschaften, bis auf den bereits wieder im Ligabetrieb stehenden BSV Kickers Emden, waren mit dabei. „Jede Mannschaft hätte am Samstag ins Halbfinale kommen können“, sagte Wiese. Gefreut habe er sich, dass die U23 des SV Großefehn konkurrenzfähig gewesen war. Die erste Mannschaft des SV Großefehn befand sich am Wochenende bis Sonntag im Trainingslager in Ihlow, einen Abstecher zum vereinseigenen Turnier ließ sie sich aber nicht nehmen. Beide Fehntjer Mannschaften belegten in der Vorrunde Platz drei und schieden somit vorzeitig aus.

Geburtstagskiste für den Teamgeist

Der Sparkassen-Cup 2022 war eigentlich für den vierten Advent (18. Dezember 2022) vorgesehen. Doch dann fiel den Organisatoren auf, dass an dem Abend das WM-Finale in Katar anstand. Somit erfolgte die Verlegung in den Februar 2023.

Es waren für das Organisationsteam Bernhard Hardy, Erwin Bohlen (Vereinsvorsitzender), Volkmar Juilfs und Alexander Wiese stressige Wochen der Vorbereitung, auch wenn ihnen im Laufe der Jahre aufgrund der Erfahrungen einiges leichter von der Hand gehe, meinte Alex Wiese. Ihnen zur Seite standen zahlreiche Helferinnen und Helfer, die am Turniertag beim Auf- und Abbau halfen, die Zuschauer und Spieler mit Getränken und Würstchen versorgten oder als Hallensprecher tätig waren. Letztlich gehe es nur im Team.

Aus Altersgründen stand Alfred Berghaus nicht mehr zur Verfügung, doch als Zuschauer war er nach wie vor präsent. „Und wenn jemand wie Martin Tammen, Betreuer der dritten Mannschaft, an seinem Geburtstag am Sonnabend verhindert ist, lässt er sich doch kurz blicken, um eine ,Geburtstagskiste‘ für das Team vorbeizubringen. Das ist Teamgeist“, meinte lächelnd Alex Wiese. Er übernahm dann auch zusammen mit Bernhard Hardy die Siegerehrung, denn Erwin Bohlen verabschiedete sich kurz vor Ende des Turniers in seinen schon länger geplanten Skiurlaub.

Ähnliche Artikel