Osnabrück  Chato für Köhler? VfL Osnabrück will Erfolgsserie gegen Aue fortsetzen

Harald Pistorius
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Von Harald Pistorius
| 03.02.2023 17:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Grund zum Jubeln gab es beim VfL Osnabrück zuletzt häufig - wie hier in Duisburg. Foto: imago/kolbert-press
Grund zum Jubeln gab es beim VfL Osnabrück zuletzt häufig - wie hier in Duisburg. Foto: imago/kolbert-press
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Am Samstag will der VfL Osnabrück gegen den FC Erzgebirge Aue den sechsten Sieg in Folge einfahren. Mindestens eine personelle Veränderung wird es dabei wohl geben.

Natürlich geht der Blick auf die Tabelle, natürlich rechnen die Fans, welcher Sprung an diesem 21. Spieltag in der 3. Liga möglich ist für den VfL Osnabrück. Fünf Siege in Folge haben den VfL aus der abstiegsbedrohten Zone ins Verfolgerfeld gespült. Wenn an diesem Samstag (14 Uhr) gegen den FC Erzgebirge Aue der sechste Erfolg am Stück gelingen sollte, greift wieder das Ritual, das die Mannschaft seit der Winterpause zelebriert.

Vier Mannschaftsfotos hängen an den Wänden in der Kabine des Funktionstraktes an der Illoshöhe – vier Fotos, aufgenommen nach den Spielen in Meppen (3:0), gegen Viktoria Köln (3:1), in Dortmund (2:1) und in Duisburg (2:1), immer im kollektiven Jubel vor der lila-weißen Fankurve.

Geboren wurde die Idee in Meppen: Mit dem Derbysieg waren erstmals zwei Siege in Folge gelungen, es war der erste Auswärtserfolg – ein besonderer Sieg für Mannschaft, Fans und Verein. Um diese Gemeinschaft zu betonen, baute sich das Team vor der mit 1500 Lila-Weißen besetzten Nordkurve auf – es wurde ein viel publiziertes Bild der Freude.

Mit zwei Siegen im Rücken – zuvor hatte es ein 2:1 gegen den SC Verl gegeben - ging die Mannschaft in die Winterpause und die Vorbereitung. Erklärtes Ziel: den Lauf aus dem alten Jahr mitzunehmen ins neue. Spieler und Trainer entwickelten gemeinsam die Idee mit den Fotos. „Es war ein starkes Bild, das uns in den zweiten Teil der Saison begleitet“, sagt Timo Beermann.

„Solche Momente wie in Meppen muss man nutzen. Mit den Bildern halten wir die Erinnerung daran fest und wecken Motivation, die auf gemeinsamen Erlebnissen beruht“, beschreibt Trainer Tobias Schweinsteiger die Wirkung der Aktion. „Wir wollen die Wand vollmachen“, sagte Noel Niemann in der aktuellen Folge des NOZ-Podcasts „Brückengeflüster“.

Die wichtigste Botschaft der Fotosession ist für die Mannschaft, dass die Fans auf jedem Bild zu sehen sind. Die über das Maß der letzten Jahre deutlich hinausgehende Unterstützung der Mannschaft – in Quantität und Qualität – ist immer wieder Thema im Team. „Das ist uns besonders wichtig: Dass wir uns vor unseren Fans aufstellen, die uns so fantastisch unterstützen“, sagt Beermann. Für die Partie sind 11600 Tickets verkauft, 12500 Zuschauer werden erwartet. Bei den elf Auswärtsspielen waren insgesamt 10100 Fans mit dem VfL unterwegs; 920 im Schnitt.

Auch deshalb unterstützt die Mannschaft die Spendenaktion der Violet Crew und der Fanszene, die am Samstag endet: Beim Spiel gegen Aue sind die Fans mit Sammelbüchsen in den Blöcken unterwegs; wer seine Becher in die weißen Abgabetonnen wirft, spendet den Pfand für die psychosoziale Krebshilfe Osnabrück.

Nach drei Spielen mit unveränderter Startelf ist Schweinsteiger wegen der Gelbsperre von Sven Köhler zu einer Umstellung gezwungen: Für den bewährten Sechser wird wahrscheinlich Paterson Chato die Rolle im defensiven Zentrum übernehmen; so wie mit Erfolg beim 3:2 gegen Halle, als Köhler wegen der Ampelkarte von Elversberg fehlte. Chato, im Sommer 2022 von Türkgücü München gekommen, hat zwar bisher keinen Stammplatz erobert, aber bei den meisten seiner Stellvertreter- und Einwechseljobs solide Leistungen geboten.

...und wie geht’s nun aus? Der VfL bleibt 2023 unbesiegt, muss sich aber gegen defensivstarke Auer mit einem 1:1 zufriedengeben.

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