Hamburg  Ex-GNTM-Kandidatin nach elf Versuchen schwanger – wie es geklappt hat

Laurena Lynn Erdmann
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Von Laurena Lynn Erdmann
| 02.02.2023 18:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Anna Adamyan ist schwanger und berichtet von ihrer Erfahrung mit künstlichen Befruchtungen. Foto: Imago Images/Horst Galuschka
Anna Adamyan ist schwanger und berichtet von ihrer Erfahrung mit künstlichen Befruchtungen. Foto: Imago Images/Horst Galuschka
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Nach elf Versuchen ist die Influencerin Anna Adamyan schwanger. Wie die künstliche Befruchtung endlich glückte und was sie dafür investierte.

Die Influencerin und ehemalige Germany‘s Next Topmodel-Teilnehmerin Anna Adamyan spricht offen über ihre künstliche Befruchtung und den Wunsch, Mutter zu werden. Nach elf Versuchen hat es endlich geklappt und die 26-Jährige befindet sich mittlerweile in der 12. Schwangerschaftswoche. Im Interview mit „Bild“-Zeitung stellt sie Forderungen an die Politik.

Die Influencerin erzählt, dass sie und ihr Ehemann bereits im November 2018 die erste Behandlung hatten. Insgesamt habe es elf künstliche Befruchtungen und einige Inseminationen und VZO-Zyklen gebraucht, bis Adamyan schwanger war.

In der Regel braucht es bei Frauen drei bis vier Versuche, bis die künstliche Behandlung erfolgreich ist. Adamyan erklärt im Interview, warum sie auch nach zahlreichen Versuchen nicht aufgab: „Der unerfüllte Kinderwunsch hat keinen Stoppknopf. Er ist eine tiefe Sehnsucht – kein oberflächlicher Wunsch nach einem Luxusauto oder dergleichen“, sagt sie.

Die erfolgreiche Influencerin ist mit dem Fußballprofi Sargis Adamyan verheiratet – Geldsorgen kennt das Paar nicht. Für die Kinderwunschbehandlung investieren die Eheleute 50.000 Euro. Doch Adamyan weiß, dass sich die meisten Menschen eine solche Behandlung nicht leisten können.

„Ich bin dankbar für dieses Privileg und die mir gegebenen Möglichkeiten. Mir zerreißt es jedes Mal wieder das Herz, wenn ich bei Instagram Nachrichten lesen muss, in denen mir Frauen sagen, dass sie ihren Kinderwunsch an den Nagel hängen müssen, weil die Kosten nicht weiter übernommen werden“, so Adamyan.

Deshalb startet sie mit der Bloggerin und Ärztin Sarah Plack die Petition #KiwuFürAlle - für eine faire Kostenübernahme von Kinderwunschbehandlungen. Sie fordern, dass die Kosten für die künstliche Befruchtung unabhängig vom Alter oder des Familienstands übernommen wird.

Lesen Sie auch: Wer wie viel Zuschuss für die Kinderwunschbehandlung bekommt

„Aktuell werden vor allem gleichgeschlechtliche Paare und auch Singlefrauen ungerecht behandelt und ausgeschlossen“, erläutert Adamyan. Was sie sich wünscht: „Für mich muss eine Familie nicht dem veralteten Bild der Gesellschaft entsprechen und niemand sollte sich bei den Regelungen ausgeschlossen fühlen. Zudem müssen Paare immer noch verheiratet sein, was in meinen Augen ebenfalls sehr veraltet ist.“

Außerdem spiele das Alter eine Rolle: Die finanzielle Unterstützung ist erst ab einem Alter von 25 Jahren möglich. Dadurch, dass Adamyan unter Adenomyose und Endometriose leidet, „zählte bei [ihrem] Kinderwunsch jeder Monat.“

Die Influencerin fordert aus diesen Gründen, die gesetzliche Lage in Deutschland zu ändern.

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