Boßel-Landesliga  Stolpergefahr für den Meister

| | 02.02.2023 11:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In der Hinrunde siegte Meister Pfalzdorf gegen Dietrichsfeld – sehr zur Freude von Teamkapitän Mathias Cremer. Foto: Wilfried Gronewold
In der Hinrunde siegte Meister Pfalzdorf gegen Dietrichsfeld – sehr zur Freude von Teamkapitän Mathias Cremer. Foto: Wilfried Gronewold
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Pfalzdorf tritt in der Boßel-Landesliga der Männer zum Pfälzerderby in Dietrichsfeld an – und die haben momentan einen Lauf. Für drei Auricher Vertreter geht es noch um etwas.

Aurich - Sechs Wettkämpfe müssen die Mannschaften in der Boßel-Landesliga der Männer noch absolvieren. Für drei der vier Auricher Vertreter geht es noch um etwas. Pfalzdorf steht kurz vor der erfolgreichen Titelverteidigung, Schirumer Leegmoor und Ostfrisia Rahe träumen von der Teilnahme an den FKV-Meisterschaften. Nur Dietrichsfeld kann die Saison ruhig ausklingen lassen, nachdem alle Abstiegssorgen vertrieben worden sind.

Doch die Mannschaft um Teamkapitän Matthias Niendieker könnte am Wochenende das Zünglein an der Waage spielen und für den designierten Meister zum Spielverderber werden. Denn: Am Sonntag fordert Dietrichsfeld im Pfälzerderby die Mannschaft um Mathias Cremer heraus. Und die Friesensportler von „Good wat mit“ sind zurzeit blendend in Form. In der Landesliga gelangen 7:1-Punkte in Serie, am Wochenende gelang der Einzug in das Finale des Ostfrieslandpokals. Die Werfer der Männer 1 gewannen dabei in Reepsholt. Dementsprechend selbstbewusst geht Niendieker mit seinen Werfern in das Derby.

„Jeder Wurf muss sitzen“

„Pfalzdorf ist zwar der Favorit, aber wir wollen das Derby gewinnen und werden dafür alles rausknallen“, verspricht Niendieker.

Pfalzdorfs Kapitän Mathias Cremer ist noch entspannt. Sechs Wettkämpfe vor Ende der Saison hat der Titelverteidiger fünf Punkte Vorsprung auf den zurzeit hartnäckigsten Verfolger aus Schirumer Leegmoor. Cremer glaubt sogar, dass sich an diesem Spieltag vieles entscheiden könnte, das Pendel könnte endgültig in Richtung Pfalzdorf ausschlagen. Der Mannschaftsführer liebäugelt ein wenig damit, dass sein Team in Dietrichsfeld gewinnt und die Leegmoorer den schweren Auswärtswettkampf in Westeraccum verlieren. „Auf jeden Fall fahren wir nach Dietrichsfeld, um zu gewinnen. Die letzten Jahre war es immer knapp dort. Wenn wir dort erfolgreich sein wollen, muss schon jeder Wurf sitzen“, ist sich Cremer sicher.

Interessantes Duell am Kukelorum

Ein weiteres interessantes Landesliga-Duell findet am Sonntag am Kukelorum statt. Ostfrisia Rahe empfängt Reepsholt im Kampf um Platz drei. Die Mannschaft um Teamkapitän Gert Mimke Köllmann ist nach dem Auswärtssieg in Burhafe wieder dick im Geschäft um die Plätze zwei und drei in der Endabrechnung. „Der Sieg in Burhafe hat vielleicht für Aufsehen gesorgt, aber wir bleiben Außenseiter“, sagt Köllmann.

Der Mannschaftsführer berichtet, dass der Glaube und das Selbstvertrauen, zum zweiten Mal in Folge die Qualifikation für die FKV-Meisterschaften zu schaffen, bei seinen Teamkollegen zurückgekehrt sei. „Der Blick auf die Tabelle macht wieder Spaß, alle brennen auf den Wettkampf gegen Reepsholt“, sagt der Rahester Mannschaftsführer. Nur eines sei ungünstig. „Wir hätten gerne auf die Zeugnispause verzichtet“, sagt Köllmann.

Schirumer Leegmoor besitzt momentan die beste Ausgangssituation im Kampf um die Plätze hinter Pfalzdorf. Mannschaftsführer Jannes Koch hat mehrfach betont, dass er nicht glaube, mit seiner Mannschaft noch ein Wort im Titelrennen mitzusprechen. Koch baut eher auf die enorme Heimstärke, um den zweiten oder dritten Platz zu sichern. Am Sonntag geht es nach Westeraccum. Der direkte Konkurrent der Leegmoorer könnte mit einem Heimerfolg nach Punkten gleichziehen – es bleibt spannend.

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