Köln  Louis Klamroth will wissen: Wie gut verdient man als Klimakleberin?

Maximilian Matthies
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Von Maximilian Matthies
| 31.01.2023 06:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Klimaaktivistin Aimée van Baalen berichtet Moderator Louis Klamroth bei „Hart aber fair“ in der ARD, was sie bei der „Letzten Generation“ verdient. Foto: imago images/aal.photo/dpa/Paul Zinken
Klimaaktivistin Aimée van Baalen berichtet Moderator Louis Klamroth bei „Hart aber fair“ in der ARD, was sie bei der „Letzten Generation“ verdient. Foto: imago images/aal.photo/dpa/Paul Zinken
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Plasberg-Nachfolger Louis Klamroth fühlt bei „Hart aber fair“ am Montagabend Klimaaktivistin Aimée van Baalen auf den Zahn, die sich bei Blockadeaktionen der „Letzten Generation“ auf der Straße festklebt.

Wegen seiner Beziehung zu Luisa Neubauer von Fridays for Future steht „Hart aber fair“-Moderator Louis Klamroth derzeit unter besonderer Beobachtung. In seiner dritten Sendung am Montagabend muss der Nachfolger von Frank Plasberg mit seinen Gästen ausgerechnet zum Thema „Letzte Abfahrt – wie verändert die Klimakrise Alltag und Leben?“ diskutieren. Eine seiner Gäste ist die Klimaaktivistin Aimée van Baalen, die sich für Proteste der „Letzten Generation“ auch an der Straße festgeklebt.

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Von ihr will Klamroth wissen, ob sie eine „Hobby- oder Vollzeitaktivistin“ sei und ob man als Klimakleberin eigentlich gut verdiene.

„Ich würde sagen: durchschnittlich. Es ist halt Mindestlohn“, gibt van Baalen die Höhe ihres Gehalts an. Sie stellt klar: „Man wird nicht dafür bezahlt, sich auf eine Straße zu kleben.“ Sie beziehe ihr Gehalt stattdessen für die tägliche Bildungsarbeit, etwa an Schulen. Finanziert werde das Ganze über die Spenden von Einzelpersonen oder Organisationen.

Sehen Sie im Tweet: Aimée van Baalen spricht bei „Hart aber fair“ über ihr Gehalt als Klimakleberin.

Weiterlesen: „Letzte Generation“: Wie transparent sind die Finanzen?

Klamroth wirft der „Letzten Generation“ vor, die Demokratie abschaffen zu wollen. Zuvor hat von Baalen die Forderung nach einem „verbindlichen Gesellschaftsrat“ vorgebracht. Dieses Gremium sollte aus per Losverfahren ermittelten Bürgern bestehen, es sei „eine Art kleines Deutschland“, erläutert die Klimaaktivistin. Den Gesellschaftsrat sollten Experten beraten und dadurch zur Lösung drängender Probleme wie die Klimakrise kommen.

Klamroth wirft ein: „Nur, damit ich es verstehe: Das heißt, Sie wollen einen Rat von Experten, dessen Vorschläge dann verbindlich umgesetzt werden? Parlamentarische Demokratie abschaffen, oder wie verstehe ich das?“

Der „Hart aber fair“-Moderator konfrontiert seinen Gast mit der gesellschaftlichen Ablehnung der Blockade von Straßen als Protestform der „Letzten Generation“. Laut einer „Deutschlandtrend“-Umfrage seien 82 Prozent der Bürger dagegen. Klamroth zeigt sich ratlos: „Wenn Ihr Ziel ist, was in der Klimapolitik zu verändern, müssten Sie dann nicht darauf hinwirken, dass Sie Mehrheiten hinter sich bringen, anstatt Sympathien ganz offensichtlich zu verspielen?“

Die „Letzte Generation“ gibt sich aktuell unbeeindruckt von der Ablehnung der Blockadeaktionen und hat ab dem 6. Februar sogar eine Ausweitung der Proteste angekündigt.

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