RTC-Wintercup in Timmel  Die Kleinsten sind auf Sand die wuseligen Stars

Gerd-Arnold Ubben
|
Von Gerd-Arnold Ubben
| 24.01.2023 12:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Steffi Dimanski mit den kleinen Fußballern vom SV Wallinghausen.Foto: Gerd-Arnold Ubben
Steffi Dimanski mit den kleinen Fußballern vom SV Wallinghausen.Foto: Gerd-Arnold Ubben
Artikel teilen:

Die G-Jugendlichen lockten beim RTC-Wintercup in Timmel die meisten Zuschauer an – die Organisatoren sehen sich bestätigt. Aus Wallinghausen kam eine besonders große Gruppe.

Timmel - Es war wohl der beste Timmeler Wintercup, den der SuS Timmel bisher veranstaltet hat, ist sich Cheforganisator Kai Walther sicher. Es habe fast kein trauriges Kind in der Halle gegeben, jedes ging mit einem kleinen Minipokal nach Hause. Das sei in der Region einfach einzigartig. Für die Kinder sicherlich ein unvergessliches nachhaltiges Ereignis. „Die Kleinen haben alle Spaß gehabt und sich gefreut, dass sie in einer großen Halle vor so vielen Zuschauern auf Sand spielen durften.

Wunderschön anzusehen bei der G-Jugend, wenn ein Kind während eines Spiels plötzlich im Sand buddelte oder ins eigene Tor schoss und dennoch gejubelt wurde. Das war einfach nur genial, die Kurzen spielen zu sehen“, meinte Walther im ON-Gespräch. Für die Freude und den Spaß, den die Kinder hatten, hätten sich die umfangreichen Vorbereitungen einfach gelohnt.

Ersten Anmeldungen für das nächste Jahr

In der Halle herrschte während der drei Turniertage eine großartige Atmosphäre und Stimmung, insbesondere am Sonntag während der F-und G-Jugendturniere. Auf der Tribüne Eltern, Geschwister, Großeltern und Bekannte, die frenetisch ihr Kleinen anfeuerten. Er sei sich zeitweise vorgekommen als stünde er in Bremen in der Ostkurve, meinte Walther noch ein wenig euphorisch. Zusammen mit seinem Team hatte er ein perfektes Turnier auf die Beine gestellt. Von Trainern und Verantwortlichen der teilnehmenden Vereine erreichten Walther nach dem Turnier zahlreiche WhatsApp mit positiven Rückmeldungen.

Für den SuS Timmel, so Kai Walther, war das Turnier eine super Außendarstellung und habe gezeigt, dass im Verein das Miteinander das Wichtigste sei. Zudem sei auch die gute Jugendarbeit der Vereine Jheringsfehn, Stikelkamp und Timmel in der JSG Ostfriesland Mitte zum Tragen gekommen, denn die F- und E II-Jugend gewannen sowie die G-Jugend eines der beiden parallel laufenden Turniere. „Das ist genau der richtige Weg, den wir eingeschlagen haben“, ist das SuS-Vorstandsmitglied überzeugt. Auf eine Neuauflage im kommenden Jahr freuen sich die Timmeler jetzt schon, die ersten Anmeldungen für 2024 sind schon eingetrudelt.

Wallinghausenerin ist für 20 Kinder verantwortlich

Mit von der Partie war auch die G-Jugend des SV Wallinghausen mit ihrer Trainerin Steffi Dimanski. Zum ersten Mal nahm sie mit den von ihr betreuten Kindern in Timmel teil, sie empfand es dort einfach nur echt „mega“.

Die 42-jährige ist kurz vor den Sommerferien im vergangenen Jahr zur G-Jugend des SV Wallinghausen gestoßen, obwohl sie bis dahin mit Fußball nichts zu tun hatte. Die damaligen Trainer hätten Unterstützung gebraucht und sie habe sich sofort bereit erklärt. Denn: Sohn Justus gehört seit seinem dritten Lebensjahr dem SV Wallinghausen an. Nachdem die anderen Betreuer nach und nach ausgestiegen sind, ist sie jetzt alleine für die etwa 20 Kinder verantwortlich.

Hoffnung auf Unterstützung

„Ich bin mittlerweile die dritte Trainerin. Das ist ganz schön wuselig und ich wäre froh, wenn mich jemand unterstützen würde“, meinte Dimanski, der die Arbeit mit den Kindern dennoch unglaublich viel Spaß macht. Die Begeisterung der Kleinen für das Spiel zu sehen und zu erleben, das Zusammenwachsen einer Mannschaft aus kleinen Persönlichkeiten, sei etwas ganz Besonderes und bereite ihr große Freude.

Im Training, so Dimanski, versuche sie, den Kindern ein abwechslungsreiches Training zu bieten. Dafür reiche ihr Fußballtalent noch aus. Für die Tricks brauche sie aber Hilfe. Im RTC belegten die Wallinghausener schließlich einen hervorragenden dritten Platz. Da sieht es beim SV Großefehn völlig anders aus, denn dort trainieren mit Udo Harms, Jannik Swieter und Tamme Bölts drei ehemalige Topspieler der ostfriesischen Fußballszene die G-Jugend. Im Sommer 20/21 begannen Bölts, der in Timmel krankheitsbedingt fehlte, und Swieter, eine Bambinimannschaft aufzubauen. Udo Harms kam dazu, als er seinen Sohn anmeldete.

Wenn die Kleinen begeistert Fußball spielen und voll bei der Sache seien, gehe ihm das Herz auf, meinte Harms. Die Entwicklung der Kinder in den eineinhalb Jahren zu sehen und durch Trainingsinhalte dazu beigetragen zu haben, ist auch für Swieter etwas Großartiges und eine tolle Bestätigung ihrer Arbeit. Immerhin seien sie seinerzeit bei Null angefangen, denn niemand von den Kids konnte Fußball spielen. Und jetzt siegte der SV Großefehn I in Timmel im Endspiel gegen den VfL Fortuna Veenhusen mit 3:1-Toren, die zweite Mannschaft der Fehntjer belegte einen tollen fünften Platz.

  • Weitere Turniere gab es für die D- und E-Jugend. Im einzigen Herrenturnier siegte Landesligist Grün-Weiß Firrel.
Ähnliche Artikel