Boßel-Landesliga Sechs Teams kämpfen um zwei begehrte Plätze
Der Kampf um Platz zwei und drei in der Boßel-Landesliga ist so spannend wie nie. Drei Punkte trennen die Teams voneinander – das sind die Favoriten.
Aurich - Gert Mimke Köllmann hatte den Wettkampf gegen Schirumer Leegmoor am vergangenen Wochenende als Gradmesser für den weiteren Saisonverlauf auserkoren. Bei einer Niederlage hätte den Rahester Landesliga-Boßlern ein unspektakuläres Saisonfinale jenseits von Gut und Böse gedroht. Nach dem Erfolg im Derby steht für Mannschaftsführer Köllmann fest: Die Saison bleibt spannend für Ostfrisia Rahe. „Alle freuen sich, dass es noch um etwas geht. Wir kämpfen um Platz zwei und drei und sind punktgleich mit Reepsholt – unfassbar“, sagt Köllmann. Sieben Wettkämpfe vor Saisonende geht es spannend zu in der höchsten Boßelklasse. Pfalzdorf ist mit fünf Punkten Vorsprung enteilt und wird wohl den dritten Titel in Serie feiern.
Dahinter dürfen sich noch die Mannschaften bis Platz sechs Hoffnungen auf die Plätze zwei und drei und damit auf die Teilnahme an den FKV-Meisterschaften machen. Neben den Rahestern sind noch Schirumer Leegmoor, Reepsholt, Westeraccum und Burhafe in der Verlosung – gerade mal drei Punkte trennen diese Mannschaften. Am Sonntag steht aber für Köllmann und sein Team ein schwerer Auswärtswettkampf auf dem Spielplan. Es geht zum Sechsten nach Burhafe. „Das wird knifflig. Wir sind nicht so die Auswärtsspezialisten“, sagt Köllmann mit einem Lachen. Zudem trete die Heimmannschaft nach dem Sieg in Reepsholt mit breiter Brust an. „Aber vielleicht überraschen wir sie. Dafür muss alles optimal laufen“, sagt Köllmann.
Traum von drei Auricher Teams bei den FKV-Meisterschaften
Der Teamkapitän sieht seine Mannschaft für den Saisonendspurt in der Außenseiterrolle. Er glaubt, dass Schirumer Leegmoor und Reepsholt die Favoriten sind. Was für Rahe spricht: Reepsholt und Westeraccum müssen noch auf der schwierigen Strecke in Rahe antreten. Und dann sind da noch die Erfahrungen aus der vergangenen Saison. Im Schlussspurt bewahrten die Rahester damals die Nerven und sicherten sich am Ende etwas überraschend Platz drei. Unabhängig vom weiteren Saisonverlauf ist der Teamkapitän zufrieden mit dem Auftreten in dieser Spielzeit. „Es war kein Ausrutscher im letzten Jahr“, so Köllmann. Wenn es nach ihm ginge, würde sich Rahe gemeinsam mit Pfalzdorf und Schirumer Leegmoor qualifizieren. „Drei Auricher Mannschaften bei den FKV-Meisterschaften. Das wäre doch etwas“, so Köllmann.
Die besten Aussichten auf die begehrten Plätze hat der Zweite Schirumer Leegmoor. Die Zielvorgabe für den Heimwettkampf gegen Leerhafe ist klar. „Wir müssen gewinnen, um auch die anderen Mannschaften auf Distanz zu halten“, sagt Leegmoors Mannschaftsführer Jannes Koch. Die Chance dafür ist gegeben. Rahe und Burhafe treffen direkt aufeinander, Westeraccum muss in Pfalzdorf antreten.
Nächster Schritt in Richtung Titel
Der Vorjahresmeister ist schon jetzt enteilt und möchte gegen die Accumer den nächsten Schritt in Richtung Titel-Hattrick machen. „Wir schauen weiter von Sonntag zu Sonntag und werden dann feiern, wenn es etwas zu feiern gibt“, sagt Mannschaftsführer Mathias Cremer. Das Selbstvertrauen ist nach zwei Meisterschaften ungemein gewachsen. Pfalzdorf gibt sich kaum eine Blöße und kann mit dieser Mannschaft eine Ära prägen, genau wie andere Pfalzdorfer Mannschaften zur Jahrtausendwende. Dagegen hätte Cremer nichts einzuwenden. „Wir haben lange genug nach Reepsholt geschaut.“
Dietrichsfeld hat sich nach sieben Punkten aus drei Wettkämpfen ein gutes Polster verschafft. Leerhafe und Ardorf liegen vier und fünf Punkte hinter den Aurichern. Die Mannschaft um Teamkapitän Matthias Niendieker kann sich am Sonntag jeglicher Abstiegssorgen entledigen. Dafür muss Dietrichsfeld aber den Auswärtswettkampf beim Tabellenletzten Ardorf gewinnen.
Eine Niederlage von Leerhafe in Leegmoor würde für Dietrichsfeld wohl die endgültige Rettung bedeuten. „Wir fahren hin, um zu gewinnen“, sagt Niendieker selbstbewusst. Doch eine Unwägbarkeit bleibt: Der Gegner hat einen Streckenabschnitt geändert. „Das kennen wir noch nicht. Sie boßeln nun in Richtung Leerhafe“, sagt Matthias Niendieker.