Berlin  Versprecher: Strack-Zimmermann freut sich auf Zusammenarbeit mit „Pretorius“

Rebecca Niebusch
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Von Rebecca Niebusch
| 17.01.2023 16:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Marie-Agnes Strack-Zimmermann kam im Interview durcheinander und nannte Boris Pistorius beim falschen Namen. Foto: dpa/Fabian Sommer/Julian Stratenschulte/NOZ-Collage
Marie-Agnes Strack-Zimmermann kam im Interview durcheinander und nannte Boris Pistorius beim falschen Namen. Foto: dpa/Fabian Sommer/Julian Stratenschulte/NOZ-Collage
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Im Gespräch mit ZDF-“Heute“ kommentierte FDP-Politikerin Strack-Zimmermann die Ernennung des neuen Verteidigunsministers – nannte ihn jedoch beim falschen Nachnamen.

Als Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag hat Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) hohe Erwartungen an den neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). „Wir werden ihn natürlich daran messen, ob er durchsetzungsstark ist – auch am Kabinettstisch“, sagte Strack-Zimmermann im Interview mit ZDF-„heute“. Während ihrer Ausführungen nannte sie den neu ernannten Bundeswehr-Chef allerdings „Pretorius“. Moderatorin Victoria Reichelt führte derweil das Gespräch unbeirrt fort. Trotz des Versprechers machte Strack-Zimmermann klar, dass sie dem Lambrecht-Nachfolger den Posten zutraue.

„Ich erlebe Herrn Pretorius in der parlamentarischen Gesellschaft der NATO“, sagte Strack Zimmermann. Daher sei sie „überrascht, aber nicht irgendwie entsetzt“ gewesen, dass sich Bundeskanzler Scholz für die Personalie entschieden habe und freue sich auf die Zusammenarbeit.

Auf die Frage, ob sie ihm die Herausforderungen des Verteidigungsministeriums zutraue, antworterte die FDP-Politikerin bestimmt: „Ja, ich traue ihm das zu. Er muss es natürlich unter Beweis stellen“, sagte sie. „Als Innenminister hat er Erfahrungen mit Sicherheitsbehörden, das heißt, er weiß auch so wie bei den Soldaten, dass Polizistinnen und Polizisten ihren Kopf hinhalten. Und das ist auch eine Erfahrung, die er bei der Bundeswehr mitbringt.“

Bei Twitter verteidigte sie Pistorius gegenüber CDU-Bundestagsabgeordneten Johann Wadephul, der Scholz‘ Wahl als „B-Mannschaft“ bezeichnete.

Weiterlesen: Boris Pistorius neuer Bundeswehr-Chef: Wer ihn lobt – und wer nicht

Pistorius müsse jetzt unter Beweis stellen, dass er die Interessen der Soldaten vertreten und dafür streiten könne und sich in Fragen zur Ukraine stark positioniere, so Strack-Zimmermann weiter. Vor allem müsse er Durchsetzungskraft und „das große Herz für die Truppe“ mitbringen. „Eine Schonfrist bekommt er angesichts der dramatischen internationalen Lage und dem Zustand der Bundeswehr nicht“, sagte die Politikerin gegenüber „t-online“.

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