Rendsburg Corona-General aus Norddeutschland: Wird Carsten Breuer Verteidigungsminister?
Der 58-jährige Bundeswehrgeneral gilt als heißer Anwärter auf die Nachfolge von Christine Lambrecht. Seine Karriere bei den Streitkräften begann Carsten Breuer in Rendsburg.
Wer folgt auf die zurückgetretene Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD)? In Berlin wird erwartet, dass Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstagnachmittag, 17. Januar, den Namen bekannt gibt.
Wie mehrere Medien berichten, gilt Carsten Breuer als heißer Kandidat. Er leitete für Kanzler Scholz von November 2021 bis Mai 2022 die Corona-Taskforce. Danach wurde der 58-Jährige schließlich Befehlshaber des neu gegründeten zentralen Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr, das als Reaktion auf den Ukraine-Krieg gegründet wurde.
Der Generalmajor hat eine Rendsburg-Vergangenheit. Breuer begann seine Karriere bei der Bundeswehr nach dem Abitur 1984 als Offiziersanwärter an der Heeresflugabwehrschule in der damaligen Rüdel-Kaserne an der Schleswiger Chaussee. Später stieg der Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse zum Kommandeur auf und befehligte unter anderem im Kosovo und in Afghanistan diverse Brigaden.
Die Rüdel-Kaserne wurde Jahr 2000 in Feldwebel-Schmid-Kaserne umbenannt und dient inzwischen als Gewerbepark („Oktogon“) sowie als zentrale Landesunterkunft für Geflüchtete.
Nachtrag: Kurz nach Veröffentlichung dieses Artikels wurde bekannt, dass Boris Pistorius zum Verteidigungsminister ernannt werden soll.