Fockenbollwerkstraße in Aurich Großbaustelle droht erneute Verzögerung
Schon wieder droht der Großbaustelle auf der Fockenbollwerkstraße in Aurich eine Verzögerung. Grund dafür ist Material, das derzeit noch fehlt. Unter den Folgen würden vor allem die Anlieger leiden.
Aurich - Schon fast fertig ist die Südseite der Fockenbollwerkstraße in Aurich. Ein paar Detailarbeiten fehlen noch, sagte der stellvertretende Geschäftsführer der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich, Yasin Kilic. In wenigen Wochen wäre die Nordseite dran – wäre da nicht ein Planungsfehler.
Für die Fockenbollwerkstraße ist eine Bauzeit von 18 Monaten angesetzt. Im Frühjahr 2024 soll sie nun fertiggestellt werden. Ursprünglich sollten die Arbeiten Ende 2023 beendet werden. Grund für die Verzögerung ist ein Planungsfehler. Demnach wurde zu spät festgestellt, dass der Regenwasserkanal erneuert werden muss. Die neue Straßendecke wird nach den Arbeiten niedriger als vorher sein. Dadurch würde der Kanal drohen einzustürzen. Wie Bürgermeister Horst Feddermann damals sagte, habe sich der Fehler bereits in den ursprünglichen Planungen befunden – sei aber niemanden aufgefallen. So sei er durch alle Instanzen durchgerutscht. Der Bürgermeister bezeichnete das als „Worst-Case-Szenario“.
Hin und Her mit der Verantwortung
Die Landesbehörde sah zunächst die Stadt Aurich in der Verantwortung für den Fehler. Die Stadt habe das Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt, sagte Geschäftsführer Frank Buchholz bereits Anfang November. Jede Stelle sei für die Prüfung ihres Bereiches selbst verantwortlich gewesen.
Die Stadt hingegen schiebt die Verantwortung von sich. Stadtjuristin Laura Rothe sieht den Fehler beim Planungsbüro. Inzwischen befindet sich die Angelegenheit in juristischer Klärung.
Wie geht es weiter?
Aber wie geht es nun weiter? Ab Montag sollen die Arbeiten erst einmal normal fortgeführt werden, sagte Kilic. Über Weihnachten habe die Baustelle pausiert. Dann sollen letzte Arbeiten zum Beispiel am Fuß- und Radweg fertiggestellt werden.
In wenigen Wochen sollen dann die Arbeiten an der Nordseite und die Erneuerung des Regenwasserkanals beginnen. Die Rohre dafür sind bestellt, sagte Stadtsprecher Johann Stromann. Aber was ist, wenn sie nicht rechtzeitig ankommen? „Das ist eine spannende Frage“, sagte Kilic. Er sieht zwei Möglichkeiten: Entweder die Baustelle pausiert – was eine längere Beeinträchtigung des Verkehrs und der Anlieger bedeuten dürfte. Oder die Arbeiten an der Straße werden fortgesetzt und zu einem späteren Zeitpunkt wird der Kanal erneuert. Was nicht nur mit Mehrkosten verbunden wäre, sondern auch wieder mit Einschränkungen für Anlieger und Autofahrer. Egal, worauf es hinausläuft – die Leidtragenden sind die Bürger. Aber eine gute Nachricht gibt es. Aktuell gehen alle Beteiligten davon aus, dass der Zeitplan eingehalten werden kann – wenn die Rohre pünktlich kommen.
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