Aurich-Cup nach zwei Jahren Pause Der Rollrasen ist bereit
354 Mannschaften spielen ab diesem Mittwoch um den Aurich-Cup – ein absoluter Rekord. Die Masse an Teilnehmern bringt auch einen Nachteil mit sich.
Aurich - Zwei Jahre lang lagerte der Kunstrasen in einem Gebäude im Gewerbegebiet Tannenhausen und wartete darauf ausgerollt zu werden. Doch die Pandemie ließ eine Austragung des Hallenspektakels Aurich-Cup nicht zu. Die gute Nachricht: Der Rasen hat keinen Schaden genommen und ist bereits in der Sparkassen-Arenas, dem Austragungsort für die zehntägige Veranstaltung, verlegt worden. Heute geht es los: 354 Mannschaften aus dem gesamten Nordwestdeutschen Raum machen mit, alleine bei den E-Jugendlichen gehen 64 Teams an den Start.
Das sind Dimensionen, die auch Chef-Organisator Stefan Wilts nachdenklich gemacht haben. Mehr Organisation, Mannschaften von weit her, dafür aber weniger Derbys. Sie waren früher das Salz in der Suppe, als der Aurich-Cup noch in beschaulicherem Ausmaß in der alten IGS-Halle stattgefunden hatte. Fast alle Mannschaften aus dem Umkreis von Aurich lieferten sich oft heiße Duelle.
Weniger Derbys
Diese Derbys fehlen in der Gruppenphase. So ist im Herren I-Klassement die Gruppe 3 mit Firrel, Aurich, Wallinghausen und Borssum für Ostfriesen attraktiv besetzt. In der unterklassigen Herrenkategorie ist für die Auricher Zuschauer sicherlich die Gruppe 8 am interessantesten. Dort werden die Mannschaften aus Ihlow, Plaggenburg und Tannenhausen für eine volle Halle sorgen. „Wir sind da schon selbstkritisch. In der Gruppenphase gibt es nicht mehr viele Derbys.
Vielleicht ist das Turnier doch zu groß geworden. Nach der diesjährigen Ausgabe schauen wir mal“, sagt Wilts. Doch der neue Teilnehmerrekord ist nicht nur an den vielen Mannschaften von außerhalb auszumachen. Die jüngeren und auch die älteren Fußballer lechzen nach Hallenfußball. Zwei Jahre gab es keine Turniere, selbst für die diesjährige Saison sind fast alle Jugendturniere abgesagt worden – zu unsicher war für die Veranstalter immer noch die Pandemie-Lage.
Rollrasen hat Corona-Pause ohne Schäden überstanden
Auffällig ist auch die große Anzahl an Fußball-Mannschaften aus dem Raum Emden. Dies liegt daran, dass die Nordseehalle zu einer Unterkunft für Flüchtende umfunktioniert worden ist. Corona scheint für die diesjährige Ausgabe des Aurich-Cups kein Thema zu sein. „Die Menschen sind heiß. Zum Glück gibt es bei der diesjährigen Ausgabe keine Auflagen mehr“, freut sich Wilts auf einen hoffentlich reibungslosen Ablauf. Mit den vielen Mannschaften hat sich das Turnier in die Länge gezogen. Anstatt acht Tage Budenzauber gibt es nun zehn.
Nur an Silvester und Neujahr wird nicht gespielt. An den Turniertagen müssen die Zuschauer viel Sitzfleisch mitbringen. Die Spiele beginnen meistens um 10 Uhr und enden gegen 23 Uhr.
Heute geht es um 9 Uhr los mit den drei Vorrundengruppen der G-Junioren. Am Abend dürfen sich die Zuschauer in der Sparkassen-Arena auf die Gruppenspiele des TuS Weene, der SG Egels-Popens und dem TSV Riepe freuen. Bei den Frauen sind unter anderem die ostfriesischen Oberligisten Aurich und TiMoNo dabei – ebenso wie die Auricher B-Juniorinnen und die U16-Mannschaft aus der Niedersachsenliga.
Der Kunstrasen ist bereits vor einer Woche, ohne Schäden, in der Sparkassen-Arena verlegt worden. Am Dienstag wurde der künstliche Untergrund zusammengeklebt und die Banden montiert. Bis zum Start heute Morgen werden auch die letzten Unebenheiten auf dem Rollrasen begradigt sein.