Neue Veranstaltung Auricher Kaufleute planen Aktionswoche zum Frühlingsbeginn
Dunkel und ruhig sind die ersten Wochen im neuen Jahr. Die Wartezeit bis zu den ersten Veranstaltungen wollen die Auricher Kaufleute nun verkürzen.
Aurich - Im kommenden Jahr fällt der Frühlingsbeginn, 20. März, auf einen Montag. Ein Datum, das Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins (KV) gerne aufgreifen möchte. Er kann sich eine Aktionswoche unter dem Motto „Aurich blüht auf“ gut vorstellen. Denn vom Weihnachtszauber bis zum Ostermarkt in Aurich, der im kommenden Jahr am 14. April beginnt, ist es nach Ansicht von Udo Hippen eine sehr lange, sehr ruhige Zeit in Aurich.
Alle sollen mit ins Boot geholt werden, das sei sehr wichtig. Deswegen hätten erste Gespräche sowohl mit dem Auricher Stadtmarketing und den Schaustellern stattgefunden, sagt Udo Hippen im ON-Gespräch. Auch der Verein der Altstadtgastronomen sei bereits involviert. „Alle sind angetan von der Idee, eine Woche lang ein buntes Programm in der Stadt anzubieten.“ Gesprochen werden müsse auf jeden Fall noch mit den Beschickern des Auricher Wochenmarktes. Denn niemand solle sich ausgeschlossen fühlen. „Das Projekt steckt also tatsächlich noch in den Kinderschuhen“, sagt Udo Hippen. Es hänge am Ende auch vom Fortgang der Sanierungsarbeiten in der Auricher Fußgängerzone ab.
Viertelmillion Besucher auf Weihnachtszauber
Nicht mehr in den Kinderschuhen steckt der Auricher Weihnachtszauber. Dessen erster Teil geht am Freitag zu Ende. Nach zwei Tagen Pause folgt dann das „Überwintern“ vom 26. bis zum 30. Dezember. Bei der Übergabe des vierten Autogewinns zogen Udo Hippen, Johann Stromann (Stadtmarketing) und Marco Bordasch (Verkehrsverein Aurich) eine erste Bilanz des diesjährigen Weihnachtszaubers. Geschätzt 250.000 Besucher waren zum Bummeln und Glühwein trinken in der Auricher Innenstadt. Das macht Bordasch an der Zahl der verkauften Lose in diesem Jahr und der Zahl der ausgegebenen Eintrittsbändchen im vorigen Jahr fest. „Letztes Jahr hatten wir 90.000 Bändchen ausgegeben.“ Damit gab es damals erstmals eine relativ verlässliche Zahl von Besuchern. In diesem Jahr war die Lotterie „Goldene 7“ bereits am Sonntagmittag ausverkauft. 80.000 Lose wurden abgegeben. Aus all diesen Zahlen könne man sich ausrechnen, dass der Weihnachtszauber eine Viertelmillion Besucher gehabt habe.
Beliebt, so Johann Stromann, waren auch die besonderen Aktionen beim Weihnachtszauber. Er nennt die Weihnachtspost sowie das Puppentheater „Puppets in Minutes“ in der Auricher Markthalle. Auch der Tag für die Kindertagesstätten, durchgeführt von den Schaustellern, sei gut angenommen worden.
Urlauber fahren an die Küste, nicht in die Berge
„Wir haben die ganze Zeit ein Lächeln im Gesicht“, resümiert Udo Hippen. Denn die Kaufleute seien durchaus mit gemischten Erwartungen in die Adventszeit gegangen. „Wir haben aber eine erfolgreiche Zeit gehabt.“ Dabei habe man dennoch die gegenwärtigen Krisen bemerken können. Die Kunden hätten zielgerichteter eingekauft als in den Vorjahren. Der Erfolg lasse sich auch an der „Goldenen 7“ ablesen. Diese war am Sonntagmittag ausverkauft. Eine fünfte Serie in der Hinterhand zu haben, hätten sich die Kaufleute in diesem Jahr nicht getraut. Zu ungewiss war angesichts der vergangenen Corona-Jahre der Erfolg des Weihnachtszaubers.
Noch nicht ganz auf dem Vor-Corona-Niveau waren laut Marco Bordasch die Übernachtungszahlen in der Adventszeit. Ganz anders stelle sich das aber nach Weihnachten bis Silvester dar. Überaus gute Buchungen lägen vor. Die Küstenregion sei zu einer echten Konkurrenz für die Skigebiete geworden, die mit hohen Energiepreisen und ungewissen Schneeverhältnissen zu kämpfen hätten. Auch Tagesgäste würden nach Weihnachten angelockt, weil der Weihnachtszauber dann in die Verlängerung gehe. Es gebe viele Busunternehmen, die anriefen, um sich zu vergewissern, dass tatsächlich noch geöffnet sei.
Das letzte Auto der „Goldenen 72 gewann Matthias Meyer aus Jever. Er darf sich über einen Mazda 2 freuen, der genau zur rechten Zeit kommt. „Denn mein Auto ist bereits 20 Jahre alt.“ Es ist bereits der zweite Wagen, der nach Jever geht. Die anderen beiden werden auf den Straßen von Hinte und Upgant-Schott unterwegs sein. Sein Taschengeld in Lose investiert hat Ole Strauß aus Esens. Der Zehnjährige hat knapp 20 Euro an der Weihnachtspyramide in Lose umgewandelt. Mit Erfolg: Er darf nun einen 500 Euro-Stadtgutschein sein eigen nennen. Eine Summe, die er sich offenbar einteilen möchte. Denn als erstes erkundigte sich Ole danach, wie lange denn der Gutschein gültig sei.